Schlotterbeck-drama in toronto: wm-aus und karriere-gefahr?

Schock in der deutschen Nationalmannschaft: Nur wenige Stunden nach dem schmeichelhaften 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste bangt der DFB um seinen Verteidiger Nico Schlotterbeck. Der 26-Jährige verletzte sich bereits in der 13. Minute schwer am Knöchel und musste in der Halbzeitpause den Platz verlassen. Julian Nagelsmann äußert bereits düstere Befürchtungen.

Eine verletzung, die mehr als nur ein spiel kostet

Eine verletzung, die mehr als nur ein spiel kostet

Die Bilder waren deutlich: Schlotterbeck humpelte nach dem Zusammenstoß sichtlich und schluckte Schmerztabletten, bevor er schließlich in der Kabine verschwand. Antonio Rüdiger übernahm seine Position in der Innenverteidigung. Doch die Verletzung könnte weitreichende Folgen haben – sowohl für die verbleibenden WM-Spiele als auch für Schlotterbecks Karriere.

Die Diagnose steht noch aus, doch Nagelsmann vermutet einen Riss im Innenband. „Es sieht nicht gut aus – leider!“, kommentierte der Bundestrainer im ZDF-Interview. Eine MRT-Untersuchung am Sonntag soll Klarheit bringen. Sollte das Band tatsächlich strukturell beschädigt sein, droht Schlotterbeck eine lange Ausfallzeit und ein vorzeitiges WM-Aus.

Ein lukrativer Wechsel in Gefahr? Der Zeitpunkt der Verletzung ist besonders bitter. Denn Schlotterbeck befindet sich in einer Schlüsselphase seiner Karriere. Sein neuer BVB-Vertrag bis 2031 beinhaltet eine Ausstiegsklausel in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro, die in der Woche nach dem WM-Finale greift. Real Madrid, so BILD, zählt zu den Klubs, die diese Klausel nutzen könnten. Gerüchte um das Interesse von José Mourinho an einem neuen Linksfuß für die Innenverteidigung machten in den letzten Tagen die Runde – und Schlotterbeck schien der ideale Kandidat zu sein. Die Verletzung könnte diese Pläne nun durchkreuzen.

Und es wäre nicht das erste Mal, dass Schlotterbeck ausfällt. Im April 2025 hatte er sich bereits einen Meniskusriss zugezogen und fiel anschließend 156 Tage aus. Seine Stabilität und Verfügbarkeit waren schon immer ein Thema. Für die Nationalmannschaft bedeutet sein Ausfall einen weiteren herben Schlag. Neben Jonathan Tah ist Schlotterbeck eine der wichtigsten Säulen in der Abwehrzentrale, und Nagelsmann kann nicht nachnominieren.

Die Hoffnung ruht nun auf dem Ergebnis der MRT-Untersuchung am Sonntag. Doch die Zeichen stehen nicht gut. Schlotterbeck, der in Toronto von seiner Ehefrau Sabrina unterstützt wurde, muss nun mit dem Schlimmsten rechnen. Die Frage ist nicht, ob er die WM verpasst, sondern wie lange er überhaupt spielen kann. Der Traum vom großen internationalen Wurf könnte für ihn abrupt enden.