Almeyda verabschiedet sich: sevilla feuert trainer nach debakel gegen valencia

Matías Almeyda trat heute Morgen die Reise ins Trainingsgelände von Sevilla an – nur, um sich zu verabschieden. Der argentinische Coach wurde gestern entlassen, nachdem sein Team gegen Valencia mit 0:2 unterging und damit auf den Relegationsplatz rutschte.

Die Entscheidung fiel in der Nacht. Der Klub reagierte auf die jüngste Pleite im eigenen Stadion, dem Sánchez-Pizjuán. Mit nur drei Punkten Vorsprung auf den Abstieg steigt die Angst, dass Sevilla erstmals seit 23 Jahren in die Segunda Divida abstürzt.

Ein letzter blick, keine zweite chance

Ein letzter blick, keine zweite chance

Almeyda hatte keine Gelegenheit mehr, seine Ideen von der Seitenlinie umzusetzen. Nach seiner Rückkehr von einer fünfspieligen Sperre wegen der Roten Karte gegen Alavés musste er direkt das Aus erfahren. Seine Assistenten um Javi Martínez übernahmen das Training und werden interimsmäßig auch die kommenden Partien leiten.

Die Spieler hatten sich stets hinter den Trainer gestellt. In seiner Abschiedsnote auf Instagram bedankte sich Almeyda bei der Mannschaft für „ihren Einsatz, ihren Glauben und ihre Hingabe in den schwierigsten Momenten“. Die Worte klangen wie eine Kampfansage an die sportliche Leitung.

Die sportliche Krise verschärft sich. Neun Spiele bleiben, um den Abstieg zu verhindern. Laut Vereinskreisen übernimmt Luis García Plaza das Ruder. Die offizielle Bestätigung steht noch aus. Erste Bewährungsprobe: am Sonntag, 5. April, beim Auswärtsspiel in Oviedo.

Die Anhänger reagieren mit gemischten Gefühlen. Viele hatten sich nach der Entlassung von Julen Lopetegui eine neue Philosophie erhofft. Stattdessen droht nun ein historischer Dämpfer. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Sevilla holte unter Almeyda 13 Punkte aus 16 Partien – zu wenig, um den freien Fall zu stoppen.

Die sportliche Zukunft des Klans hängt an einem seidenen Faden. García Plaza muss ausgerechnet in Asturien beginnen, wo der Gegner seit fünf Heimspielen ungeschlagen ist. Die Uhr tickt. Jeder weitere Punktverlust könnte die Weichen Richtung zweite Liga stellen.