Völler beruhigt: löwengeist kehrt zurück!

Foxborough – Panik vor dem Achtelfinale gegen Paraguay? Nicht mit Rudi Völler! Der DFB-Sportdirektor hat die Nerven der deutschen Fußballfans gezielt beruhigt und versicherte im Vorfeld des entscheidenden Duells (Montag, 22:30 Uhr, ZDF und MagentaTV) in Foxborough einen klaren Kopf.

Die ecuador-pleite als randerscheinung

Die 1:2-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador, die noch lange nachwirkt, wird von Völler weitestgehend verneint. „Die Umstände waren eben anders“, erklärte der erfahrene Manager. „Für Ecuador war das das Spiel ihres Lebens, das kann man so sagen. Früher war es bei uns auch nicht immer so, wenn man schon weitergeblickt hat.“ Er spielte damit auf die besondere Brisanz des Spiels für die Südamerikaner an, die sich mit einem Sieg die Qualifikation für die nächste Runde sicher hätten machen können.

Es gehe am Montag „ganz anders“ um die Sache, betonte Völler. „Da geht es ums Weiterkommen oder das Ticket nach Hause.“ Die Entschlossenheit im Team sei spürbar, das Ziel klar: „Wir holen alles raus, gehen absolut ans Limit, machen ein richtig gutes Spiel und ziehen in die nächste Runde ein.“ Der Glaube an die Mannschaft ist ungebrochen, auch wenn die bisherigen Leistungen noch nicht alle Erwartungen erfüllt haben.

Offensive soll zünden: musiala, wirtz und havertz im fokus

Offensive soll zünden: musiala, wirtz und havertz im fokus

Besondere Hoffnungen ruhen auf der hochkarätig besetzten Offensive mit Jamal Musiala, Florian Wirtz und Kai Havertz. Völler ist überzeugt, dass diese Spieler noch mehr leisten können. „Wir wissen: Um die ganz großen Ziele zu erreichen, müssen diese Spieler liefern. Das wissen sie auch selbst.“ Es fehle lediglich der letzte Funke, um ihre volle Kraft zu entfalten. „Auch da bin ich total optimistisch. Es fehlt nicht viel, damit sie zünden.“

Deutschland hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass es zu den besten Mannschaften der Welt gehört. „Das ist eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen gegen jede Mannschaft gewinnen kann“, so Völler. Allerdings sei es auch so, dass „wenn ein paar Prozent weniger da sind, wir auch gegen einige verlieren können – das ist bei ein, zwei, drei Nationen vielleicht anders.“ Die dünne Linie zwischen Erfolg und Misserfolg im internationalen Fußball ist oft nur von einem kleinen Unterschied geprägt.

Die Erinnerung an 2002, als Deutschland Paraguay im ersten K.o.-Spiel mit 1:0 bezwingen konnte – damals unter der Leitung von Völler selbst – ist präsent. „Damit könnte ich auch diesmal gut leben“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Die Geschichte liefert Rückenwind, doch am Montag zählt nur der gegenwärtige Moment und die Bereitschaft, alles zu geben.

Die deutsche Mannschaft hat die Chance, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine neue Erfolgsserie zu starten. Die Fans dürfen gespannt sein, ob sie die Erwartungen erfüllen kann. Die Spannung ist zum Greifen nah.