Rüdiger: „neuen jungs ihre zeit – und ich unterstütze!“
Winston-Salem – Antonio Rüdiger, einst Abwehrchef der deutschen Nationalmannschaft, hat seinen Platz auf dem Feld verloren. Doch Statt Bitterkeit zeigt der Verteidiger von Real Madrid Größe und unterstützt seine Nachfolger. Ein klares Bekenntnis zum Team und eine bemerkenswerte Demut, die im Fußballgeschäft selten zu sehen sind.
Der blick nach vorn: rüdiger feiert die jungen talente
Der 33-Jährige äußerte sich am Mittwoch im DFB-Quartier in Winston-Salem äußerst positiv über die neue Garde in der Abwehr. „Jeder hat seine Zeit, jetzt ist deren Zeit. Sei den Jungs gegönnt. Ich kann nur unterstützen“, erklärte Rüdiger. Die Situation, vom Stammspieler zur Bankdrücker zu werden, ist sicherlich nicht einfach, aber Rüdiger stellt das Team über seine persönlichen Ambitionen. „Wir alle haben hier nur ein Ziel, jeder ist wichtig. Wenn man von außen Input geben kann, umso besser.“
Rüdiger scheint entschlossen zu sein, seine Erfahrung und sein Wissen an die jüngeren Spieler weiterzugeben. Er betont, dass er versucht, „mit den Leuten Spaß zu haben und gute Vibes zu verbreiten“, um die positive Atmosphäre im Team zu fördern.

Lob für schlotterbeck, tah und brown: „sein linker fuß ist gold!“
Besonders hervorzuheben sind seine Aussagen über Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah und Nathaniel Brown. Über Schlotterbeck schwärmte Rüdiger: „Sein linker Fuß ist Gold – das muss man ihm lassen.“ Tah, den er als den „neuen Chef“ bezeichnet, beeindruckt mit seiner Physis: „Jona stellt einfach was dar. Allein von der Physis her, das kann schon eklig werden. Wenn ich Stürmer wäre und gegen Jona spielen müsste, dann wäre das schon hart.“ Auch über Nathaniel Brown sprach er anerkennend: „Der junge Nathaniel Brown ist ein ruhiger Zeitgenosse, aber auf dem Platz wird er zum Monster, dem muss ich nicht viel sagen.“
Doch während Rüdiger auf dem Platz Respekt genießt, erfährt er im Netz oft den Gegenpart. Hassnachrichten und Kritik sind an der Tagesordnung. „Ich bin kein Kind von Traurigkeit, ich respektiere Meinungen, aber seriöse Meinungen. Seriöse Kritik ist bei mir immer willkommen“, entgegnete er den Angriffen. Er spielt auf die Mechanismen der öffentlichen Wahrnehmung an: „Mein Name bekommt viele Klicks. Manchmal ist schlechte Presse auch gute Presse.“ Der Verteidiger scheint sich der Rolle des „Buhmanns“ in den sozialen Medien bewusst zu sein, betont aber: „In der Social-Media-Welt bin ich der Buhmann, das ist für mich auch okay.“
Rüdiger zieht eine klare Linie zwischen der virtuellen Welt und dem echten Fußballerlebnis. „Lassen wir Social Media Social Media bleiben – und wir bleiben in der realen Welt“, mahnte er, womit er die Diskrepanz zwischen der oft toxischen Online-Debatte und der Wertschätzung im Stadion unterstreicht, wo seine harten Tacklings stets gefeiert werden. Die Erfahrung des Spielers zeigt, dass wahre Größe nicht im Rampenlicht, sondern in der Unterstützung des Teams liegt.
