Manuel Neuer bleibt trotz Patzer ruhig

Neuer bleibt gelassen nach patzer

Der erste Patzer der Saison konnte Manuel Neuer mit seinen 39 Jahren nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem 0:1 gegen Union Berlin, bei dem ihm der Ball unter dem Körper durchgeflutscht war, blieb er nur kurz liegen. Der Torwart ging schnell einige Meter aus seinem Tor, vorbei an der Jubeltraube des Gegners. Ein Schluck aus der Trinkflasche, weiter. Äußerlich lässt er sich nie Unsicherheiten anmerken. Und an seinem Ausnahmestatus ändert der Wackler ohnehin nichts.

Sportvorstand lobt neuer

Sportvorstand lobt neuer

„Manuel Neuer ist ein hervorragender Kapitän und ein super Rückhalt für unsere Mannschaft“, erklärt Sportvorstand Max Eberl (52) im Gespräch mit SPORT BILD. „Er hat einen großen Anteil an unserer Entwicklung in den vergangenen Monaten und daran, wo wir im Moment stehen.“

Neuer regeneriert

Neuer regeneriert

Während sich die Nationalspieler auf die Länderspiele in Luxemburg (Freitag) und gegen die Slowakei (Montag) vorbereiten, hat Neuer Zeit zu regenerieren. Einer der Schlüssel zu seiner Ausnahmeform. Bei Bayern wünschen sich die Verantwortlichen, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert.

Dfb denkt über neuer nach

Dfb denkt über neuer nach

Beim DFB wird trotz anderslautender Beteuerungen über ihn nachgedacht. Mehr zum Thema: Er kam aus der Bundesliga: Rooney: ER ist der Transfer der Saison.

Neuer beherrscht psycho-spielchen

Neuer beherrscht psycho-spielchen

Die Psycho-Spielchen beherrscht Neuer mit all seiner Erfahrung wie kaum ein anderer im Weltfußball. Beim bislang größten Sieg der Saison, dem 2:1 in Paris in der Champions League, war diese Qualität gefragt. Neuer hatte früh die Gelbe Karte wegen Zeitspiels gesehen. Und er holte in Unterzahl Sekunde um Sekunde heraus: Bei seinen Abstößen ließ sich der dreimalige Welttorhüter so viel Zeit, dass die PSG-Anhänger schier ausflippten und der eine oder andere Bayern-Offizielle nervös auf seinem Sitz im „Parc des Princes“ hin- und herrutschte. Aber Neuer zeigte sich – wie am Samstag an der „Alten Försterei“ – völlig unbeeindruckt.

Neuer ändert rituale

Was Neuer änderte, um fit zu bleiben: Der Torwart hat seit Jahren seine Rituale. Vor Anpfiff klatscht er Pfosten und Latte einmal ab, bei Gegentoren streckt er seinen „Reklamierarm“ nach oben. Aber Neuer hat in seinen Abläufen auch Dinge verändert. Er geht täglich zum Physiotherapeuten, ist vor jeder Trainingseinheit im Kraftraum. Zweimal pro Woche hängt er nun Zusatzeinheiten dran, stemmt dann nach dem Training noch einmal 30 Minuten Hanteln.

Neuer genießt das spiel

Neuer genießt das Spiel in vollen Zügen. Vielleicht mehr, als ich es je gesehen habe. Im Juni 2011 führte ich das erste Interview mit Neuer. Wir saßen in einem Hotel in Wien zusammen. Damals scherzte er, angesprochen auf seine Bayerisch-Kenntnisse: „‚Koan‘ verstehe ich.“ Die legendären „Koan-Neuer“-Plakate waren nur wenige Wochen zuvor in der Südkurve präsentiert worden. Inzwischen ist der gebürtige Gelsenkirchener Bayer durch und durch, wohnt am Tegernsee.

Neuer und sein körper

Der Körper wird am Ende auch darüber entscheiden, ob er seine Karriere fortsetzen wird. Bei Bayern gehen die Beteiligten davon aus, wollen Neuer aber nicht unter Druck setzen. Der will auf jeden Fall bis Weihnachten warten, sehen, ob er durch diese Zeit ohne Blessuren kommt, wenn der Terminkalender weiter eng ist und die Temperaturen sinken. „Ich bin total entspannt“, sagte er in Paris: „Ich lasse mir Zeit über den Winter. Und dann kann man immer sprechen.“

Bayern glaubt an neuer-verlängerung

Die Bayern würden mit Neuer gern um ein weiteres Jahr verlängern, Urbig könnte dann weiter hinter ihm aufgebaut werden. Der Glaube an die Unterschrift ist groß. „Es tut mir leid für die anderen, aber es gibt keinen Besseren“, sagt sein ehemaliger Förderer Felix Magath (72). Jetzt muss nur Neuers Körper mitspielen.

Dfb-comeback möglich

Ein DFB-Comeback nach wie vor möglich, auch wenn sich alle Beteiligten zuletzt sehr defensiv äußerten. „Was glauben Sie, dass ich antworte .?“: Kompany lächelt Neuer-Patzer weg

Stimmen raten nagelsmann zu neuer

Innerhalb des Verbands soll es bereits Stimmen geben, die auf Nagelsmann einreden, ihn von einem Neuer-Comeback überzeugen wollen. Dafür müssten zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Marc-André ter Stegen (33) bekommt nach seiner Rückkehr weder bei Barcelona noch bei einem anderen Klub Spielzeit. Und: Nagelsmann ist bereit, auf Neuer zuzugehen und ihn von der Rückkehr zu überzeugen.

Offizielle bedenken

Offiziell war Neuer im August 2024 zurückgetreten, auch wenn dies nicht ganz freiwillig passiert sein soll. Von Bayern-Patron Uli Hoeneß (73) oder den anderen Klub-Bossen wird aktuell noch nicht für eine WM-Teilnahme Neuers getrommelt – aus Respekt vor dessen Entscheidung. Sollte ter Stegen aber im Winter nicht wechseln und weiter auf der Bank sitzen, könnten sich die Bayern-Verantwortlichen öffentlich für Neuer aussprechen.

Gespräche mit völler

Mit Rudi Völler (65) soll es bereits ein Gespräch gegeben haben: Der DFB-Sportdirektor soll bei Neuer angefragt haben, ob er sich – für den Fall, dass ter Stegen nicht als Stammspieler zurückkehrt und die nötige Praxis sammelt – ein Comeback im Tor der Nationalmannschaft vorstellen könne. In einem wackligen DFB-Team könnte der beste Neuer seit Jahren ein elementar wichtiger Anker sein.