Algerien stürmt wm-bühne: rachegelüste und finalträume!
Santa Clara – Ein historischer Sieg für Algerien bei der Weltmeisterschaft! Nach einer nervenaufreibenden Partie gegen Jordanien feierten die „Wüstenfüchse“ ihren ersten Erfolg seit 2014 und katapultieren sich ins Rennen um den Einzug ins Sechzehntelfinale. Doch der Jubel wird getrübt von einer Vergangenheit voller Bitterkeit – und der Aussicht auf ein brisantes Duell mit Österreich, das Erinnerungen an eine der größten Schandale des Fußballs wachruft.
Die erlösung in santa clara
Das 2:1 gegen Jordanien war alles andere als ein Spaziergang. Nach einem müden Beginn und einem Gegentreffer zur Halbzeit schien die algerische WM-Durststrecke sich fortzusetzen. Doch Trainer Vladimir Petkovic gab die richtige Ansprache. Mit neuem Elan und unbändigem Willen drehten Benbouali und Gouiri die Partie zugunsten Algeriens. Ibrahim Maza, der Mann der Stunde, ließ die Lobeshymnen weit hinter sich. „Die drei Punkte waren heute alles“, betonte der Mittelfeldstratege, der mit seiner Leistung überzeugte und den Preis für den besten Spieler des Spiels in Empfang nahm.

Die „schande von gijon“ – eine rechnung, die zu begleichen ist
Doch der Sieg wirft einen langen Schatten zurück. Denn am Donnerstag jährt sich die „Schande von Gijon“ zum 44. Mal – ein Ereignis, das bis heute für Empörung sorgt. 1982, bei der WM in Spanien, manipulierten Algerien und Deutschland in der letzten Gruppenspieltag das Ergebnis, um Österreich ins Turnier zu befördern und Algerien auszuscheiden. Ein Skandal, der das Fußballgesicht entstellte und die Algerier bis heute verfolgt. Der vergessene Traum der Revanche gegen Deutschland im Jahr 2014, als man im Achtelfinale knapp scheiterte, nagt noch immer. Jetzt bietet sich die Chance auf zumindest ein Stück Genugtuung.

Ein duell mit historischem hintergrund
Am Sonntag treffen Algerien und Österreich aufeinander – ein Spiel, das weit mehr ist als nur drei Punkte. Sollten die Algerier in Kansas City gewinnen, würden sie die Österreicher von Platz zwei verdrängen. Doch die Frage, die in aller Munde ist: Wird es zu einem neuen „Nicht-Angriffspakt“ kommen? Maza, der erst nach der „Schande“ geboren wurde, machte deutlich, dass er nichts von solchen Absprachen wissen will. „Wir gehen mit Selbstvertrauen in das nächste Spiel und werden noch mehr kämpfen als heute“, erklärte der Shootingstar. Die Spannung ist kaum zu übertreffen. Die Welt hält den Atem an – wird Algerien die Rachegelüste in Tore verwandeln oder entscheidet sich die Geschichte erneut auf unfaire Weise?
Die Algerier haben bewiesen, dass sie zu kämpfen wissen. Mit neuem Selbstvertrauen und dem Wunsch nach Wiedergutmachung wollen sie nun bis zum Schluss alles geben. Die WM hat noch einige Überraschungen für uns bereitet – und das Duell Algerien gegen Österreich verspricht, eine davon zu sein.
