Alcaraz wartet: báez schaltet wawrinkas traum aus!
Monte Carlo bebte Tennisgeschichte, doch Sebastián Báez beendete sie. Der Argentinier ließ Stan Wawrinkas letzte Saison im Masters 1000 Turnier abrupt enden und zieht als Gegner für Carlos Alcaraz ins Viertelfinale ein. Ein Abschied mit Wehmut, ein Duell voller verpasster Chancen – und ein junger Spieler auf dem Weg zu Großem.
Wawrinkas bittersüße abschiedsvorstellung
Der dreimalige Grand-Slam-Sieger Wawrinka, der dank Wildcard überhaupt erst in Monte Carlo zum Schläger griff, hatte sich auf ein letztes Kapitel in seiner Karriere gefreut. Ein Duell mit dem jungen Carlos Alcaraz, dem Hoffnungsträger des Tennis, hätte diesen Moment noch versüßt. Doch Báez hatte andere Pläne. Nach einem wackeligen Start, in dem er bereits mit 4:1 im ersten Satz in Rückstand geriet, fand der Argentinier seinen Rhythmus und nutzte Wawrinkas zunehmende Fehler. Die Situation im zweiten Satz war noch dramatischer: Ein 5:1 Rückstand ließ wenig Hoffnung, doch Wawrinka wehrte sich verbissen. Bis zum 5:5 blieb er im Spiel, doch letztendlich brach er ein und musste sich mit 7:5 und 7:5 geschlagen geben.
„Ich habe als Jugend geträumt von diesen Turnieren…“, gestand Wawrinka sichtlich bewegt im Anschluss. Die Erinnerung an den Sieg 2014, als er Roger Federer bezwingen konnte, schien ihn besonders zu belasten. „Es war außergewöhnlich, Roger zu schlagen. Wir waren damals in der Davis-Cup-Mannschaft und gute Freunde. Das Match war – und ist – immer etwas Besonderes.“ Ein Abschied von den monegascischen Fans, von einem Turnier, das ihm so viel bedeutet hat, und von einer Karriere, die unvergessliche Momente bescherte.

Weitere überraschungen und klare ergebnisse
Neben Báez’s Triumph gab es auch weitere interessante Entwicklungen. Cristian Garín präsentierte sich in Topform und besiegte Matteo Arnaldi souverän mit 6:2 und 6:4. Als Nächstes trifft er auf Alexander Zverev, der als Nummer 3 der Setzliste antrat. João Fonseca, ebenfalls aus der Qualifikation, setzte sich gegen Gabriel Diallo durch (6:2, 6:3) und darf im Viertelfinale gegen Arthur Rinderknech hoffen. Dieser sorgte für eine Überraschung, als er den Russen Karen Khachanov in zwei Sätzen ausschaltete (7:5, 6:2).
Auch Jiri Lehecka musste gegen Emilio Nava bis in den Entscheidungssatz kämpfen, bevor er sich schließlich mit 7:6 (1), 6:7 (8) und 6:2 durchsetzte. Rublev ließ gegen Nuno Borges einen Satz liegen (6:4, 1:6, 6:1), während Stefanos Tsitsipas dem Argentinier Francisco Cerúndolo unterlag (7:5, 6:4). Die Entscheidungen in Monte Carlo stehen noch lange nicht fest, aber eines ist klar: Báez hat sich als ernstzunehmender Gegner für Alcaraz erwiesen.
Die jungen Wilden des Tennis scheinen die Ära der etablierten Stars herauszufordern – und Wawrinkas Abschied ist ein mahnendes Beispiel dafür, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Alcaraz diesem Trend widersteht oder ob die nächste Generation die Krone in Monte Carlo erobert.
