Alcaraz und sinner kämpfen in madrid um den thron des weltjahres

Madrid wird am 20. April zur Arena der Superlative. Im Cibeles-Palast trifft Tennis-Knallhitze auf Rekordhunger – und kein Deutscher ist dabei.

Alcaraz und sinner erstmals in der endrunde um laureus-krone

Carlos Alcaraz hat 2025 schon drei Major-Titel geholt, Jannik Sinner die ATP Finals dominiert. Nun treten sie außerhalb des Courts an, um endlich die begehrte Laureus-Statuette zu ergattern. Beide kennen den Geschmack von Grand-Slaw-Siegen, aber nicht den eines Weltjahres-Awards. Roger Federer und Novak Djokovic haben je fünf davon im Regal – für die neue Generation wird es Zeit aufzuholen.

Die Akademie wählte sie in ein Feld, das neben Tadej Pogacar, Marc Márquez und Ousmane Dembélé auch Mondo Duplantis umfasst. Der Schwede stellte 2025 die Latte auf 6,27 m und könnte nach 2023 erneut gewinnen. Einziger deutscher Hoffnungsträger? Fehlanzeige – noch nie war die Bundesrepublik so stiefmütterlich vertreten wie in diesem Jahr.

Deutsches vakuum – schumacher und vettel bleiben ungeschlagen

Deutsches vakuum – schumacher und vettel bleiben ungeschlagen

Michael Schumacher (2002) und Sebastian Vettel (2014) sind die einzigen deutschen Namen auf der ewigen Siegerliste. Seitdem wartet der Sprung nach vorne vergeblich. Weder im Team-Ranking noch in den Nischenkategorien schaffte es 2026 ein deutsches Kürzel auf die Shortlist. Das offenbart eine Lücke zwischen Anspruch und Performance, die in deutschen Sportstuben längst Alarmstufe rot auslösen sollte.

Bei den Frauen will Aryna Sabalenka in die Fußstapfen von Serena Williams treten, die den Award viermal gewann. Die Weltranglistenerste misst sich mit Katie Ledecky, Aitana Bonmatí sowie den Leichtathletik-Sprinterinnen Sydney McLaughlin-Levrone, Faith Kipyegon und Melissa Jefferson-Wooden. 2025 ging die Ehre an Simone Biles – diesmal könnte das Tennis-As den Schwung ihres irre konstanten Jahres in Silber verwandeln.

Die Abstimmung liegt ausschließlich bei der Laureus World Sports Academy, jener illustren Runde aus 69 lebenden Legenden. Kein Fan-Voting, keine Twitter-Kampagnen – nur pure Leistung. Am Ende zählt die Geschichte, die ein Athlet erzählt, und die Zahlen, die ihn untermauern. Alcaraz’ Siegquote von 92 % in Grand-Slams 2025 spricht Bände. Sinner kontert mit der längsten Siegesserie der Open Era nach der Jahreswende. Duplantis? Der Mann fliegt höher als jedes Flugzeug in der Startphase.

Madrid wird Zeuge eines Kräftemessens jenseits von Rigide und Ranking. Der Gewinner erhält nicht nur eine Trophäe, sondern einen Platz im Kanon der Unvergesslichen. Und Deutschland schaut – wieder einmal – nur zu.