Alcaraz schmettert fonseca in miami – und zeigt, warum er zurück ist

95 Minuten brauchte Carlos Alcaraz, um Joao Fonseca in Miami mit 6-4, 6-4 zurück in die Realität zu schicken. Der Brasilianer, erst 19, durfte im Hard-Court-Glitzern von Indian Wells noch von einem „Zukunftsstar“ sprechen – gegen den Spanier wurde er zur Fußnote.

Fonseca trifft auf den alcaraz-modus „rache“

Nach der Halbfinale-Pleite gegen Medvedev in Kalifornien schaltete der Weltzweite einen Gang höher, den es so in den Statistiken nicht gibt: 70 % erste Aufschläge, 10 Winner mit dem Forehand allein im ersten Satz, null Breakchancen ab dem zweiten Durchgang. Fonseca hatte in Spiel drei die erste, letzte und einzige Break-Möglichkeit – danach riss Alcaraz das Ruder herum und paddelte den Ball 19 Mal hinter die Grundlinie seines Gegners.

Die Zuschauer in der Miami Open-Arena saßen auf den knallbunten Plastikstühlen, aber sie standen emotional schon im Achtelfinale: Alcaraz gegen Sebastien Korda, der zuvor Ugo Carabelli mit 6-0, 6-3 zerlegt hatte. Für Fonseca bleibt nur die Erkenntnis, dass Sinner und Alcaraz zwei verschiedene Schwierigkeitsgrade darstellen – und dass er gerade erst die erste Stufe erklommen hat.

Die zahlen, die fonseca noch lange verfolgen

Die zahlen, die fonseca noch lange verfolgen

Alcaraz’ Siegquote nach einem Verlust: 82 % in diesem Jahr. Sein Service-Break-Prozentsatz nach Break-Bällen, die er selbst herausgibt: 71 %. Fonseca konnte nur 34 % der Returnpunkte gewinnen – ein Wert, den selbst die Qualifikanten in Miami meist überspringen. Die Ballwechsel dauerten durchschnittlich 3,4 Schläge, ein Indiz dafür, wie wenig Zeit der Murcianer seinem Kontrahenten ließ, sich einzuschwingen.

Die Nacht in Miami endete für Fonseca mit Applaus, aber ohne Satz. Für Alcaraz mit einem Check: 6:4, 6:4 – und einem Termin gegen Korda, der bereit ist, den nächsten Jungstar abzufertigen.