Alcaraz greift wieder zum schläger – und jagt 3000 punkte bis new york

Zwei Monate, fünf Turniere und 3000 Punkte hat die Verletzung am Handgelenk Carlos Alcaraz gekostet. Nun spannt der 21-Jährige in Murcia erstmals wieder eine Schlägerdurch die rechte Hand – und tickt den Countdown bis zum US-Open-Start am 31. August runter.

Der comeback-kalender: cincinnati oder gleich new york?

Die Masters-1000-Woche in Cincinnati lockt. Dort verteidigt Alcaraz 1000 Punkte, die er ohne ein Match spielen zu müssen nicht einfach abtreten will. Doch die Gefahr ist kalkulierbar: Mit jedem frühen Aufschlag, jeder abrupten Richtungsänderung auf Hartplatz kann das noch empfindliche Handgelenk rebellieren. Ein Einsatz in Cincinnati ist daher keine Selbstverständlichkeit, sondern ein letztes Testlabor vor der großen Jagd in Flushing Meadows.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 2.000 Punkte aus dem Titel von 2023 plus die 1.000 aus Cincinnati ergeben die 3.000-Punkte-Bürde, die Alcaraz in den nächsten acht Wochen schultern muss. Verliert er sie, rutscht er im Ranking weit nach unten – und Alexander Zverev sitzt ihm bereits im Nacken. Der Deutsche kann den zweiten Platz nur dann übernehmen, wenn er das Wimbledon-Finale erreicht. Eine Illusion? Vielleicht. Aber die ATP-Rangliste kennt keine Gnade.

Während andere auf rasen kämpfen, tanzt alcaraz zu bad bunny

Während andere auf rasen kämpfen, tanzt alcaraz zu bad bunny

Die verpassten Wochen nutzte der Spanier, um sich eine Auszeit zu nehmen, wie sie Profis selten erlauben. Bad-Bunny-Konzert in Madrid, eine Runde Padelturnier in Marbella, die Futsal-Finale zwischen Pozo Murcia und Barcelona – Alcaraz ließ sich blicken, ohne dabei den Fokus zu verlieren. „Ich habe gespürt, wie sehr mir die Atmosphäre fehlt“, sagte er in Murcia, „aber das Ziel war immer klar: wieder fit für die US-Hartplatz-Saison.“

Die physischen Sorgen scheinen vorbei. Bleibt die mentale Frage: Wie schnell findet er wieder die Matchhärte, nachdem er Monate lang nur Beobachter war? Die Antwort gibt der Countdown bis New York – und vielleicht schon eine Woche früher in Cincinnati.