Zeidler dominiert in luzern – blick nach amsterdam und los angeles
Oliver Zeidler hat einmal mehr bewiesen, dass er derzeit im Rudern kaum zu schlagen ist. Der Olympiasieger feierte in Luzernseinen vierten Sieg bei der Rotsee-Regatta und scheint bereit für die anstehenden Herausforderungen auf der internationalen Bühne. Ein Sieg, der Selbstvertrauen gibt, aber auch zeigt, dass die Konkurrenz nicht schläft.
Der weg zur weltmeisterschaft: noch luft nach oben
Der 29-Jährige setzte sich im Einerrennen deutlich vor Jauhen Salaty (als neutraler Athlet) und Samuel Melvin aus den USA durch. Der niederländische Dauerrivale Simon van Dorp musste sich mit dem vierten Platz begnügen. „Ich war ein wenig nervös, weil mein letzter Sieg hier schon lange zurücklag“, gab Zeidler nach dem Rennen zu, zeigte sich aber sichtlich zufrieden mit seiner Leistung. Er betonte, dass er sich noch Steigerungspotenzial für die Weltmeisterschaften in Amsterdam (24. bis 30. August) sieht. Die Saisonhöhepunkt nähert sich rasch und Zeidler scheint bestens vorbereitet.
Es war bereits sein zweiter Saisonsieg nach dem Weltcup-Erfolg in Sevilla Ende Mai. Doch Zeidler blickt weit über Amsterdam hinaus. Sein ultimatives Ziel sind die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles, wo er nach dem Gewinn von Gold in Paris 2024 ein zweites Mal auf dem Siegerpodest stehen will. „Wir sind mitten in der Saison, es fühlt sich aber an, als hätte ich noch gar nicht angefangen“, so Zeidler, der die Intensität steigern und in den Rennmodus kommen möchte.

Enttäuschung für den deutschland-achter
Nicht so erfolgreich war hingegen der Deutschland-Achter. Die Crew um Steuermann Jonas Wiesen verpasste knapp das Podium und belegte im Finale den vierten Platz. Die Niederlande sicherten sich den Sieg vor Großbritannien und Australien. Der Doppelvierer der Männer erreichte Platz drei, während die Frauen sich mit Rang zwei zufrieden geben mussten. Zehn deutsche Boote schafften es in die A-Finals, wobei der Para-Doppelzweier mit Valentin Luz und Kathrin Marchand den einzigen weiteren Sieg für Deutschland errang.
Die Ergebnisse in Luzern zeigen deutlich, dass Deutschland im Rudersport weiterhin eine Spitzenrolle einnimmt, obwohl es noch Luft nach oben gibt. Zeidlers Dominanz im Einer ist beeindruckend, während der Deutschland-Achter an seiner Konstanz arbeiten muss. Die kommenden Wettkämpfe werden zeigen, ob die deutschen Ruderer ihre Position in der Weltspitze behaupten können.
