Air-canada-jet rast in löschfahrzeug – zwei tote an laguardia

04:45 Uhr Ortszeit, New York. Ein Bombardier CRJ-900 der Jazz Aviation rollt auf Runway 4 ein – und rammt mitten auf der Piste ein Feuerwehrfahrzeug. Knall, Feuerball, Funkstille. Cockpit-Crew tot, zwei Passagiere verletzt, Flughafen sofort gesperrt.

So lief die kollision ab

Der Jet aus Montréal trägt 72 Passagiere und vier Crew-Mitglieder. Die Landung verläuft normal, bis das Fahrzeug der Airport-Fire-Department die Active Crossing passiert – offenbar ohne Freigabe aus dem Tower. Die Nase des 30 Tonnen schweren Flugzeugs trifft das 18-Tonnen-Drillings-Löschfahrzeug auf Höhe der Vorderachse. Die Aufprallenergie schleudert das Fahrzeug 30 Meter weit, die CRJ-900 dreht sich um 45 Grad und bleibt mit eingeklemmtem Fahrwerk auf der Piste liegen.

Die Blackbox ist bereits in Ottawa, doch erste CVR-Ausschnitte zirkulieren intern: 4,2 Sekunden vor dem Aufprall meldet der First Officer „Vehicle on runway“. Der Kapitän antwortet mit einem schnellen „Go-around?“ – mehr steht nicht auf dem Tonband. Die Triebwerke hatten keine Zeit mehr aufzuspulen.

Zwischen kommandos und koordination

Zwischen kommandos und koordination

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Koordination zwischen Tower und Airport-Operations. Laut NOTAM war die Runway 4/22 für ein „Flammable Liquid Spill“ gesperrt, allerdings nur für den Rollbereich westlich der Taxiway-Holding-Position. Die Feuerwehr bekam eine „conditional crossing“ für die südliche Transversalstraße – offenbar unabhängig von der aktiven Landebahn. Die Frage lautet: Wer hatte das letzte Wort, Tower oder Ground?

Die NTSB hat drei Untersuchungsgruppen aufgestellt: eine für Menschliche Faktoren, eine für Flugbetrieb und eine für Airport-Safety-Management. Erste Erkenntnis: Das Löschfahrzeug war nicht über das standardisihe „Radio-Check-in“ ins ATIS-System eingebunden. Kurz gesagt: Die Crew wusste nicht, dass sich ein Fahrzeug auf der Piste bewegte.

Für die Angehörigen der beiden Piloten bleibt ein kalter März-Morgen in New York. Für die Luftfahrtbranche ein weiterer Weckruf: Wenn Kommunikation versagt, reicht selbst die modernste Technik nicht aus, um Menschenleben zu schützen.