Aicher schreibt ski-geschichte: deutsche ausnahmetalpeit schockt shiffrin

Emma Aicher, 22, jagt in Hafjell die große Sensation. Nach Lauf eins des Saison-Finale-Riesenslaloms steht die Schwäbin auf Rang drei – nur 26 Hundertstel hinter Kanadas Valerie Grenier. Mikaela Shiffrin, die bisherige Gesamtweltcup-Primadonna, taumelt auf Platz 17.

Die rechnung ist simpel, die spannung maximal

Die rechnung ist simpel, die spannung maximal

Gewinnt Aicher das Rennen und bleibt Shiffrin außerhalb der Punkteränge, winkt der erste deutsche Gesamtweltcup-Triumph seit Maria Höfl-Riesch 2011. Die TSG Tübingerin müsste dafür 100 Zähler einstreichen – und die US-Amerikanerin dürfte keinen einzigen Zähler mehr kassieren. Beim Finale gibt es nur noch bis Platz 15 Prämien.

Aichers bisherige Bestmarke in der Disziplin: ein vierter Platz. Das klingt nach Außenseiterrolle, doch die FIS-Wertung verrät: Ihre Laufzeit von 1:28,74 min ist ihre schnellste je auf norwegischem Eis. „Ich bin nur am Gas, nicht an der Tabelle interessiert“, sagt sie nach dem Finish – und lächelt dabei so entspannt, als wäre dies ihr Hobbyslalom in Oberjoch.

Für Shiffrin, die mit 1:30,11 min 1,37 Sekunden hinter Grenier liegt, wird es zur Prestige-Frage. Schon vor zwei Jahren verlor sie den Cup in letzter Sekunde an Petra Vlhova. Ein erneuter Sturz aus den oberen Regionen würde ihre Dominanz endgültig rütteln. Die 29-Jährige muss mindestens Vierzehnte werden, um die 20 Punkte zu sichern, die sie vor Aicher schützen.

Startzeit Lauf zwei: 12.30 Uhr live auf ZDF und Eurosport. Wer denkt, Ski-Weltcup sei vorhersehbar, liegt heute garantiert daneben.