Abdilaahi verpasst rekord knapp: dramatisches rennen in xiamen!
Mönchengladbachs Mohamed Abdilaahi hat beim Diamond-League-Meeting in Xiamen eine neue Bestzeit nur um vier Sekunden verfehlt. Das Rennen war ein packendes Duell, das die Fans begeisterte, doch am Ende reichte es für den deutschen Topstar knapp nicht zum Rekord.

Ein rennen voller spannung und emotionen
Eine Woche nach seinem Triumph beim Diamond-League-Auftakt in Shanghai, wo er den deutschen 3000-Meter-Rekord gebrochen hatte, präsentierte sich Abdilaahi erneut in Topform. Das Rennen in Xiamen war von Anfang an hochklassig besetzt, mit internationalen Stars wie Addisu Yihune aus Äthiopien, der letztendlich die Nase vorn hatte. Abdilaahi übernahm nach etwa 2000 Metern die Führung und versuchte, das Rennen zu diktieren, doch die Konkurrenz ließ nicht locker.
Die Spitzengruppe, zu der neben Abdilaahi und Yihune auch Biniam Mehary aus Äthiopien gehörte, blieb lange eng zusammen. Erst in den Schlusskilometern deutete sich ab, dass Abdilaahi seine Kräfte verbrauchen würde. Auf der Zielgeraden fehlte ihm dann die nötige Frische, um Yihune abzufangen. Mit einer Zeit von 12:57,90 Minuten sicherte er sich den zweiten Platz und verpasste damit seinen eigenen deutschen Rekord von 12:53,63 um knapp vier Sekunden. Die Jahresweltbestleistung von Parker Woolfe (USA/12:59,09) blieb ebenfalls unerreicht.
Ein Blick auf die anderen deutschen Athleten
Nicht so erfolgreich waren Imke Onnen im Hochsprung (Neunte mit 1,88 Metern) und Olivia Gürth im 3000-Meter-Hürdenrennen (15. mit 9:35,82 Minuten). Der eigentliche Star des Wettkampfs war jedoch die junge chinesische Speerwerferin Yan Ziyi, die mit einer Wurfweite von 71,74 Metern einen beeindruckenden zweiten Platz belegte und damit nur knapp am Weltrekord der Tschechin Barbora Spotakova vorbeischrammte. Ihre persönliche Bestleistung verbesserte sie um fast sechs Meter – ein bemerkenswertes Ergebnis für die U20-Weltmeisterin von 2024.
Auch Kugelstoß-Weltrekordler Ryan Crouser zeigte sich noch nicht in Bestform und belegte mit 21,41 Metern den dritten Platz, weit hinter dem Sieger Rajindra Campbell (Jamaika/22,34 Meter). Crouser, der 2025 bei der WM in Tokio seinen dritten Titel gewonnen hatte, deutete an, dass er noch an seiner Form arbeiten müsse.
Abdilaahis Leistung in Xiamen unterstreicht jedoch seinen Status als einer der vielversprechendsten Langstreckenläufer Deutschlands. Obwohl ihm der Rekord knapp verwehrt blieb, zeigte er erneut eine beeindruckende Vorstellung und beweist, dass er zu den besten der Welt gehört. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann er seinen eigenen Rekord und vielleicht sogar die Weltspitze herausfordern wird.
