57.000 Euro in zwei tagen: beso beach segelt gegen den nervenmörder ela

57.000 Euro in 48 Stunden – mehr Geld als je zuvor kassierte die Restaurant-Gruppe Beso Beach mit ihrer Aktion „Dos besos para dos causas“. Der Spendenreigen fließt direkt in die Forschung gegen die Amyotrophe Lateralsklerose (ELA), jene Krankheit, die Motorneuronen zerstört und selbst Atemluft zum Luxus werden lässt.

Besobeach sailing fest kehrt am 22. und 23. mai zurück

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Start in Puerto Portals auf Mallorca, Ziel Formentera, Zwischenstopp Ibiza – doch diesmal steht nicht nur der Wettsegel-Wahnsinn im Vordergrund. Jeder Teilnehmer wird gebeten, sich in Stil der 80/90er-Jahre zu kleiden. Bestes Kostüm, solidarischster Törn und spaßigste Crew werden prämiert – Geschwindigkeit zählt nur nebenher. Die Regatta ist Teil des Festivals, das Beso Beach seit 2017 ausrichtet, um Prominenz, Segler und Mallorca-Touristen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen: Geld gegen eine unheilbare Krankheit sammeln.

Organisiert wird das Ganze vom Club de Regatas Puerto Portals unter der Federführung der Federación Balear de Vela. Die Spenden landen bei AEMIF und ELA Balears, zwei Stiftungen, die Therapiestudien finanzieren und betroffene Familien beraten. Die 57.000 Euro aus 2025 reichen für ein halbes Jahr Laborarbeit – ein kleiner Batzen, aber in der ELA-Forschung ein Riesenschritt.

Für die 200 Skipper, die sich bereits angemeldet haben, geht es darum, unter dem südländischen Dunst der Balearen „mehr zu sein als nur ein buntes Bild auf Instagram“. Die Crews wissen: Jede Meile, jede Runde, jeder Ballon-Kopfschmuck der 90er katapultiert Geld in ein Labor in Palma. Und das, obwohl die Inseln gerade aus der Übernahme-Diskussion um den Hafen von Palma kommen – Segler hassen nichts mehr als politisches Gezänk.

Beso Beach selbst legt noch einen oben drauf: Pro verkauftem Cocktail an beiden Festivaltagen gehen zwei Euro direkt an die Forschung. Die Bar wird zur Kasse, der Strand zum Spendenzähler. Wer danach noch behauptet, Party und Profit seien nicht vereinbar, hat das letzte Jahr verschlafen.

Die Bilanz steht: 57.000 Euro, 200 Boote, zwei Tage – und ein einziger Zweck. Die Nerven der Erkrankten sollen länger durchhalten als der Wind auf Mallorca. Das klingt nach PR, ist aber pure Überlebensrechnung. Die nächste Stufe? 100.000 Euro in 2026. Die Segel sind bereits gesetzt.