29:29 In dortmund: das drama um den finaleinzug beginnt erst
Ein Tor entscheidet, wer in die Hallen-Hochburg nach Stuttgart einzieht. Nach den Hinspielen der A-Jugend-Bundesliga-Finalrunde steht keines der vier Teams mit dem Rücken zur Wand – und keines darf durchatmen.
Handewitt rettet die führung in letzter sekunde
Ida Kühl traf sechsmal, aber die HSG Bensheim/Auerbach hätte sie am liebsten in der Kabine eingesperrt. Handewitter SV führte mit neun Toren, kassierte dann einen 3:14-Lauf und lag plötzlich 24:25 zurück. Pauline Borrmann verwandelte den Siebenmeter zum Anschlusstreffer – doch die Uhr lief weiter, der Ball rollte aus, die Schiedsrichter piffen ab. 25:24, mehr Vorsprung hat der Sechsmal-Weihnachtsmann nicht. Am Samstag um 14 Uhr muss Bensheim auswärts mit zwei Toren gewinnen, um das Ticket zu lösen.

Chiara rohrs lauf reicht nicht – steißlingen dreht in neun minuten
25:30 stand auf der Anzeigetafel, als U20-Linksaußen Chiara Rohr ihre neunte Granate zündete. 43 Minuten lang dominierte Hannover-Badenstedt, dann schaltete der TuS einen Gang höher. Anne Riedle und Co. feuerten einen 8:2-Run heraus, plötzlich lag Steißlingen vorne. 33:32 – die Niederlage schmeckt bitter, weil Rohr & Co. die bessere Quote hatten. Nun heißt es Daheim-Revanche am Sonntag, 14 Uhr, in der heimischen Wilhelm-Langrehr-Halle. Wer dort nicht trifft, fliegt raus.

Stuttgart-metzingen nimmt blomberg die luft weg
Leni Ringelkamp verwandelte fünf Strafwürfe, doch ihre HSG Blomberg-Lippe fand keine Antwort auf Klara Schlipf. Die Rechtsaußen der Gäste nagelte dreizehn Mal ein, Stuttgart-Metzingen spielte sich eine 36:33-Reserve heraus. Die größte Halbzeitführung (6 Tore) schmolz zwischenzeitlich, doch die Schwaben zogen in der Schlussphase den Stecker. Rückspiel Samstag, 16 Uhr – ein Tor Vorsprung ist kein Polster, sondern ein Sprungbrett.
Dortmunds bvb und buxtehude teilen sich die punkte – und die nerven
Mittwochabend, 29:29, Hannah Gutzeit traf elf Mal, sechs Mal vom Punkt. Der BSV antwortete mit einem Dreierpack aus Stolle, Kuhnert und Thöming. Kein Team konnte sich absetzen, kein Trainer atmete durch. Die Schwarz-Gelben verpassten die Führung bis zur 41. Minute, Buxtehude verpasste den Sieg in der letzten Sekunde. Sonntag, 15:30 Uhr, entscheidet ein einziges Tor, wer ins Final-Four-Turnier einzieht. Die Statistik? Unentschieden war noch nie so brisant.
Die vierte Runde steht bevor, die Karten sind neu gemischt. Wer jetzt zittert, verliert. Wer trifft, tanzt im Mai in Stuttgart.
