13,9 Sekunden fehlen: deutsche ski-nordis verpassen staffel-medaille
Die deutsche Mixed-Staffel hat im Langlauf der Paralympics das Podest mit der Nase verpasst. Nico Messinger, Anja Wicker, Leonie Maria Walter und Lennart Volkert liefen nach 4 × 2,5 km auf Rang vier – 13,9 Sekunden hinter Bronze, 46,2 Sekunden hinter Gold an die USA.
Der lauf, der fast reichte
Messinger legte los wie der Blitz. Mit Guide Robin Wunderle rauschte er durch die ersten Meter, ließ das sitzende Feld hinter sich und übergab mit 24 Sekunden Vorsprung. Die Zuschauer im Stadion atmeten auf – vielleicht klappt es heute mit der Medaille, die seit Pyeongchang 2018 auf sich warten lässt.
Dann kam Wicker. Die Paralympics-Routinierte musste gegen eine Armada männlicher Sitz-Skifahrer antreten, verlor zwölf Sekunden pro Kilometer und schickte Walter als Sechste auf die Strecke. Walter, dreimalige Medaillengewinnerin in Peking, jagte mit Guide Christian Krasman durch die Loipe, doch die Lücke zum Podest wuchs auf 1:13 Minuten.

Volkerts endspurt kommt zu spät
Als Volkert mit Begleitläufer Nils Kolb ins Ziel sprintete, war die Luft raus. Die Uhr blieb bei 24:38,4 Minuten stehen – knapp, bitter, typisch Skisport. Die USA jubelten über Gold, China nahm Silber, Kanada klaubte Bronze weg. Für den Deutschen Behindertensportverband bleiben im Langlauf zwei Silber und eine Bronze – alles Einzelleistungen.
Die Staffel wurde diesmal anders gelaufen: Erste beiden Teilstrecken klassisch, letzte beiden im Skating. Im Weltcup wechselt man normalerweise alle Runden. Die Organisatoren wollten Spektakel, lieferten aber vor allem Frust für das deutsche Quartett.
Am Sonntag steht das 20-km-Rennen an – letzte Chance für Deutschland, die Pelkum-Skistaffel doch noch mit Edelmetall zu verabschieden. Die Athleten haben 48 Stunden, um 13,9 Sekunden zu versenken.
