0:0 In giesing: 1860 und wiesbaden verpassen den lucky punch im aufstiegsgipfel

Kein Tor, kein Sieger, kein Durchbruch. Im Giesinger Regen verpassten sowohl der TSV 1860 München als auch Wehen Wiesbaden am Freitagabend den entscheidenden Schritt Richtung Aufstiegszone – 0:0, Punkteteilung, Stimmung wie Blei.

Blut, schweiß, kein tor: die zahlen hinter dem remis

Schon nach drei Minuten musste Fatih Kaya mit einer blutenden Kopfwunde vom Platz, wurde am Spielfeldrand genäht und kam zurück – mit Turban. Ein Symbolbild für ein Spiel, in dem beide Teams bis ans Limit gingen, aber vor dem Tor nichts zusammenbrachten. Die Statistik spricht eine klare Sprache: gerade einmal fünf Torschüsse aufs Tor, doppelt so viele Fouls wie Großchancen.

Die größte Münchner Chance hatte Tim Danhof in der 57. Minute, als er aus sieben Metern das lange Eck verpasste. Sigurd Haugen, sonst so treffsicher, blieb harmlos. Auf der Gegenseite scheiterte Tarik Gözüsirin aus 20 Metern am Pfosten, später verzog Kaya mit Verband knapp. Noah Brdar im Sechziger Tor war bei allem gefordert, musste aber nur zweimal richtig eingreifen.

Tabellenlage bleibt prekär: drei punkte fehlen, vier punkte fehlen

Tabellenlage bleibt prekär: drei punkte fehlen, vier punkte fehlen

Mit 43 Punkten hängt 1860 nun drei Zähler hinter dem Relegationsplatz hinterher, Wiesbaden sogar vier. Die Aufstiegsrechnung ist simpel: Wer in so einem Spitzenspiel nicht gewinnt, muss anderswo zittern. Die nächsten Gegner: für die Löwen auswärts in Saarbrücken, für die Hessen daheim gegen Unterhaching. Beide Teams wissen: Jetzt zählen nur noch Siege, sonst wird aus dem Traum vom Aufstieg schnell ein Sommermärchen.

Die Stimmung im Sechziger Block schwankte zwischen Anfeuern und Verzweiflung. „Wir brauchen ein Tor!“ skandierte die Kurve in der 80. Minute – es kam keins. Stattdessen Pfiffe beim Abpfiff, aber auch Applaus für das kämpferische Herz. Trainer Maurer sprach von „verpasster Chance, aber nicht vom Ende“. In Wiesbaden atmet man durch, weiß aber: Glück gehabt in Giesing, mehr nicht.

Am Ende bleibt ein Punkt, der keinem wirklich hilft. Die Liga ist so eng wie selten: Zw Platz drei und Platz sieben liegen nur fünf Punkte. Wer jetzt stolpert, fliegt raus. Die nächsten Wochen werden entscheiden, ob am Ende Jubel oder Jammer steht. Für 1860 und Wiesbaden gilt: Jetzt oder nie.