Zverev vor achtelfinale: courier sieht noch luft nach oben!

Paris fiebert dem Höhepunkt der French Open entgegen, und Alexander Zverev präsentiert sich als der Mann, der den Titel ernst nehmen muss. Nach dem Ausfall einiger Top-Favoriten in der französischen Hauptstadt gilt der Hamburger nun als der wahrscheinlichste Kandidat für den Gesamtsieg – doch ein ehemaliger Champion warnt vor Selbstzufriedenheit.

Courier: zverev hielt in entscheidenden momenten zurück

Courier: zverev hielt in entscheidenden momenten zurück

Der Sieg gegen Quentin Halys in der dritten Runde war zwar souverän, doch Eurosport-Experte Jim Courier sieht noch deutliches Verbesserungspotenzial beim Deutschen. „Sascha sah über weite Strecken des Spiels wirklich gut aus“, so Courier, „doch dann begann er in einigen entscheidenden Momenten, sich zurückzuhalten und weniger aggressiv zu spielen. Das sind Tendenzen, an denen er dieses Jahr so hart gearbeitet hat, und sie sind immer noch da.“ Diese Beobachtung wirft ein interessantes Licht auf Zverevs bisheriges Turnierverlaufen und deutet darauf hin, dass der Hamburger noch nicht sein volles Potenzial abruft.

Zverev selbst zeigte sich nach dem Sieg über Halys zufrieden, räumte aber einen kleinen Durchhänger ein. „Ich spüre, dass mein Level da ist“, erklärte der Olympiasieger nach seiner zweiten Nightsession in Folge. Er bekräftigte seinen Anspruch, auch in der zweiten Woche der French Open konstant auf höchstem Niveau zu spielen.

Das Achtelfinale gegen Jesper de Jong am Sonntag (nicht vor 15.30 Uhr/Eurosport) ist dabei nur ein Schritt auf dem Weg zum großen Ziel. Courier wird es besonders spannend finden zu beobachten, wie Zverev reagiert, wenn der Druck weiter steigt und er dem Finale näher kommt. „Wir erwarten, dass er jetzt einen Gang zulegt“, betonte der ehemalige Grand-Slam-Sieger. Und das auch, obwohl die Temperaturen für Zverevs Achtelfinale auf „nur“ 22 Grad sinken – eine deutliche Abkühlung gegenüber den bisherigen Bedingungen.

Die Herausforderung für Zverev liegt nun darin, die von Courier angesprochenen Tendenzen zu überwinden und seine aggressive Spielweise konsequent durchzusetzen. Denn nur so kann er den Erwartungen gerecht werden und seine Ambitionen in Paris erfolgreich verwirklichen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Hamburger den notwendigen mentalen Switch vollziehen kann, um den Titel zu gewinnen – oder ob die französischen Temperaturen ihm doch noch einen Strich durch die Rechnung machen.