Zverev schlägt halys doppelt im tiebreak – miami-viertelfinale gegen cerúndolo

Mit 16 Ases im Rücken und zwei knappen Tiebreaks im Gepäck hat Alexander Zverev die Nacht von Miami zur Morgenstunde gemacht. Der Deutsche zwingt den Franzosen Quentin Halys in die Knie, steht im Viertelfinale und hält damit die deutsche Fahne im Herrentableau allein hoch.

Breakbälle? fehlanzeige. aufschlag? nonstop.

Kein einziger Breakball musst Zverev abwehren, selbst sechs Chancen lässt er liegen. Macht nichts, denn sein Aufschlag funktioniert wie ein Startblock: 16 Ases, keine Antwort. „Wir haben beide Bomben serviert“, sagt er nach dem 7:6 (7:4), 7:6 (7:1). Die Zahlen lügen nicht: Im zweiten Tiebreak kassiert Halys nur einen Punkt – ein 6:0-Sprint, der die Anlage Hard Rock Stadium kurz zum Schweigen bringt.

Die nächste Hürde trägt argentinische Handschrift. Francisco Cerúndolo, Nummer 18 der Setzliste, wartet im Viertelfinale. Für Zverev ein Wiedersehen mit dem Mann, den er in Rom 2023 noch in zwei Sätzen weggebrettert hatte. Doch Cerúndolo ist in dieser Saison auf Hartplatz gewachsen – und Miami gilt als seine zweite Heimat.

Sinner lauert wieder – und die deutsche armee ist abgeschlossen

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Während Zverev noch durchhält, sind alle anderen DTB-Kollegen längst raus. Struff, Hanfmann, Altmaier – allesamt schon in Runde eins gescheitert. Bei den Damen sieht es nicht besser aus: Eva Lys, Ella Seidel, Tatjana Maria, Laura Siegemund – alles nach Hause. Fazit: Zverev trägt den gesamten Tennis-Adler auf seinen Schultern.

Die mögliche Halbfinal-Premiere gegen Jannik Sinner treibt die Vorfreude in die Höhe. In Indian Wells vor zwei Wochen stoppte der Italiener Zverev im Tiebreak des dritten Satzes – jetzt könnte Revanche auf dem Programm stehen. Sinner siegt auch gegen Alex Michelsen und wirkt wie ein Mann, der seine eigene Geschwindigkeit gefunden hat.

Miami, 26. März, 02:17 Uhr Ortszeit. Zverev verlässt den Court, Handtuch um den Hals, Musik drohnt aus den Lautsprechern. Die Saison ist lang, aber in dieser Nacht fühlt sich jeder Schläger wie ein Statement an. Noch drei Siege bis zum Titel – und der erste war schon ein kleines Kracherlebnis.