Zverev kämpft sich ins achtelfinale von miami

Alexander Zverev lässt sich in Miami nicht stoppen. Der Hamburger bezwang den ehemaligen US-Open-Champion Marin Cilic mit 6:2, 5:7, 6:4 und steht damit im Achtelfinale des ATP-Masters – als einziger verbliebener Deutscher im gesamten Turnier.

Ein sieg mit zitterpartie im zweiten satz

Der erste Satz war eine Demonstration. Zverev spielte mit einem Tempo, das Cilic schlicht keine Antworten ließ. Zwei Breaks, klare Dominanz, 6:2 – fertig. Dann kam der zweite Durchgang, und mit ihm eine Zverev-Schwäche, die man von ihm kennt: Die Kontrolle glitt ihm aus den Händen. Cilic nutzte es, holte sich den Satz und machte plötzlich wieder ein Spiel daraus.

Doch der 28-Jährige antwortete im dritten Satz mit dem, was Spitzenspieler von Durchschnittsspielern unterscheidet: einem frühen Break und dem kühlen Kopf, seinen ersten Matchball direkt zu verwandeln. Kein Zögern, kein Drama. Nur ein Ende.

Die deutschen kollegen sind längst weg

Die deutschen kollegen sind längst weg

Während Zverev weiterzieht, ist das Kapitel für die restlichen deutschen Starter schon seit Runde eins geschrieben. Eva Lys, Ella Seidel und Tatjana Maria bei den Frauen, Jan-Lennard Struff, Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier bei den Männern – alle in der ersten Runde raus. Laura Siegemund hielt sich etwas länger, scheiterte aber in Runde zwei. Zverev trägt die deutsche Fahne in Miami allein.

Nächster gegner: quentin halys

Nächster gegner: quentin halys

Im Achtelfinale wartet der Franzose Quentin Halys. Das Match steigt in der Nacht auf Mittwoch, und Zverev geht als klarer Favorit in diese Partie. Als an Position dreigesetzter Spieler hat er in diesem Turnier bislang gezeigt, dass er seinen Status kennt – und verteidigt. Halys wird sich etwas Besonderes einfallen lassen müssen, um das zu ändern.

Miami bleibt ein Turnier mit Überraschungen: Auch Daniil Medvedev musste seine Koffer packen, das Favoritensterben geht weiter. Für Zverev aber läuft der Plan. Noch.