Zverev kämpft sich in monte carlo zurück – ein holpriger start!

Alexander Zverev hat sich in monte carlo einen denkbar schwierigen Start in den Sandplatz-Auftakt geleistet. Gegen Cristian Garin stand der Weltranglistendritte schon fast vor dem Aus, doch mit einem Kraftakt und Nervenstärke sicherte er sich schließlich das Achtelfinalticket. Ein Comeback, das mehr als nur Erleichterung bedeutet: Es zeigt, dass im Kampfgeist noch alles drin ist.

Die anfangsphase: ein albtraum aus fehlern

Die ersten Minuten wirkten, als hätte Zverev vergessen, wie sich Sand unter den Füßen anfühlt. 21 vermeidbare Fehler im ersten Satz – eine erschreckende Bilanz, die den Hamburger sichtlich frustrierte. Der Blick zu seinem Vater auf der Tribüne verriet Ratlosigkeit, das Spiel wirkte verkrampft. Garin nutzte die Unsicherheit des Deutschen geschickt aus und ging verdient in Führung. Das Spielbild wirkte chaotisch, der Rhythmus war komplett verschwunden.

Die wende: offensive und kampfgeist

Die wende: offensive und kampfgeist

Nach einer kurzen Toilettenpause schien jedoch ein Funke zu überspringen. Zverev erinnerte sich an seine Stärken, kehrte zu einem offensiveren Spiel zurück und ließ seine Grundschläge wieder mehr wirken. Garin, der bis dato selbstbewusst agierte, begann nun ebenfalls, Fehler zu machen. Die Partie entwickelte sich zu einem echten Kampf der Nerven, in dem jeder Punkt hart erkämpft werden musste. Zverev glich aus, und plötzlich war die Partie wieder offen.

Das entscheidungssatz-drama: von 0:4 zum sieg

Das entscheidungssatz-drama: von 0:4 zum sieg

Der Entscheidungssatz war ein Nervenkitzel vom Feinsten. Zverev geriet früh in Rückstand und lag bereits mit 0:4 und 2:5 zurück. Ein Zusammenbruch schien unausweichlich. Doch der Olympiasieger weigerte sich aufzugeben. Er motzte zwar über die Besaitung seines Schlägers und die Box, doch er biss sich durch und kämpfte sich Punkt für Punkt zurück. Drei Breaks in Folge brachten ihn schließlich in Führung, und der Jubel schallte über das Court.

Blick nach vorn: french open im visier

Der Sieg gegen Garin war zwar hart erkämpft und von zahlreichen Fehlern geprägt, doch er gibt Zverev Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Das Achtelfinale gegen Zizou Bergs wird eine weitere Herausforderung sein, doch Zverev scheint nun im Fluss zu sein. Sein Ziel ist klar: Er will in Monaco besser werden und spätestens Ende Mai in Topform die French Open bestreiten, das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres. Die Partie gegen Garin war ein Weckruf, ein Zeichen dafür, dass es auf Sandplatz nicht ohne Kampf geht. Und Zverev hat bewiesen, dass er auch in brenzligen Situationen die Nerven behält und sich zurückkämpfen kann.