Zverev kämpft sich in monte carlo zum sieg – garin macht's knapp!

Ein Kraftakt, ein Nervenkrimi, ein Spiel, das lange nach einer Blamage roch: Alexander Zverev hat sich in Monte Carlo gegen Christian Garin mit 4:6, 6:4 und 7:5 durchgesetzt. Der deutsche Tennis-Star brauchte fast drei Stunden, um den Argentinier, der in die Qualifikation gespielt hatte, zu bezwingen – und das nach einem katastrophalen Start in den Entscheidungssatz.

Ein fehlstart, der kopfschmerzen bereitete

Die Sandplatzsaison beginnt für Zverev also denkbar holprig. Das aggressive Spiel, das ihn in Indian Wells und Miami noch ins Halbfinale getragen hatte, war weit und breit nicht zu sehen. Stattdessen dominierte Garin, Weltranglisten-109, das Geschehen. Zverev wirkte passiv, produzierte zu viele eigene Fehler und kämpfte mit dem Topspin. Die Erinnerungen an die knappe Niederlage gegen Berrettini im Vorjahr keimten auf. Ein bitterer Start, der sicherlich nicht das Signal für eine erfolgreiche Sandplatzsaison war, die in München und bei den French Open weitergeht.

Die wende nach dem 4:0-rückstand

Die wende nach dem 4:0-rückstand

Doch Zverev ist eben kein Spieler, der einfach aufgibt. Nach einem desaströsen Start in den dritten Satz, in dem Garin durch ein frühes Doppel-Break mit 4:0 in Führung ging, schlug der Deutsche zurück. Ein beeindruckendes Comeback, bei dem er jeden Punkt hart erkämpfte. Auch wenn das Spiel noch lange nicht von Glanz gekrönt war – ein leichter Volleyfehler beim ersten Matchball lässt grüßen – so zeigte Zverev doch seinen unbändigen Willen. Die Tatsache, dass Garin in der Vergangenheit bereits zweimal gegen Zverev gewinnen konnte, nämlich in München, erhöhte den Druck zusätzlich.

Die nächste Hürde wartet bereits: Im Viertelfinale trifft Zverev auf Zizou Bergs, der Andrey Rublev glatt in zwei Sätzen geschlagen hat. Nachdem er in Miami und Indian Wells knapp an Jannik Sinner gescheitert war, will Zverev nun zeigen, dass er auch auf Sand zu den Top-Favoriten gehört. Die Heimspiele in München nächste Woche und die French Open Mitte Mai bieten dafür die ideale Plattform.

Becker wählt neue wege

Becker wählt neue wege

Neben Zverevs Kampf auf dem Platz gibt es auch Neuigkeiten aus dem Lager des ehemaligen Tennis-Stars Boris Becker. Dieser hat beschlossen, seine Karriere als Trainer endgültig zu beenden und sich stattdessen auf Medienprojekte zu konzentrieren. Ein weiterer Schritt in seinem Leben, während Zverev sich auf die Herausforderungen der Sandplatzsaison konzentriert.