Zverev kämpft sich in monte carlo durch – dramatischer auftakt!
Alexander Zverev hat sich in Monte Carlo ein zähes Stück Arbeit erobert. Der deutsche Tennis-Star überstand die erste Runde gegen Christian Garin (ATP 109) denkbar knapp mit 4:6, 6:4 und 7:5. Ein Spiel voller Auf und Ab, das lange nach einer bösen Überraschung roch und Zverevs Ambitionen auf Sand in Frage stellte.
Ein fehlstart und eine schlaffe vorstellung
Die ersten Durchgänge waren alles andere als überzeugend. Zverev wirkte verunsichert, die gewohnte Offensive blieb Mangelware. Garin, der als Qualifikant ins Turnier kam, nutzte die Fehler seines Gegners geschickt aus und diktierte das Tempo. Es sah fast so aus, als ob die Sandplatzsaison für Zverev mit einer Blamage beginnen könnte. Die Erinnerungen an die letztjährige Auftaktpleite gegen Berrettini kamen hoch – ein Vorgeschmack auf eine weitere Enttäuschung?

Die wende im dritten satz – ein kraftakt
Der dritte Satz begann alles andere als vielversprechend. Garin schlug prompt zu und führte mit einem Doppelschlag 4:0. Doch dann schien etwas in Zverev aufzustehen. Er kämpfte sich zurück, nutzte seine Erfahrung und seine physische Stärke. Das Spiel wurde zu einem Nervenkrimi, der bis zum Schluss spannend blieb. Ein leichter Volley-Fehler beim ersten Matchball ließ das Herz höher schlagen, doch Zverev behielt die Nerven und verwandelte schließlich seinen zweiten Matchball.
Die Bilanz gegen Garin war vor dem Spiel besorgniserregend: Zwei von drei Matches hatte Zverev verloren, beide in München. Doch heute war es anders. Er bewies Charakter und Moral, auch wenn die spielerische Leistung nicht immer überzeugte. Die Zuschauer sahen ein Duell auf Augenhöhe, das von Kampfgeist und Leidenschaft geprägt war.
Nachdem Zverev zuletzt in Indian Wells und Miami das Halbfinale erreicht hatte, gilt Monte Carlo als wichtiger Test vor den French Open. Die Sandplatzsaison hat begonnen, und Zverev muss seine Form finden, wenn er in Paris erfolgreich sein will. Nächster Gegner ist Zizou Bergs, der Andrey Rublev deutlich geschlagen hat. Ein weiteres spannendes Duell erwartet uns.
Die Entscheidung von Boris Becker, seine Trainerkarriere zu beenden und sich stattdessen auf Medienjobs zu konzentrieren, wirft einen weiteren Schatten auf die deutsche Tennislandschaft. Während Becker auf die glitzernden Rampen der Medienwelt setzt, muss Zverev sich nun ohne seinen erfahrenen Mentor beweisen und seine eigene Strategie entwickeln. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dieser Schritt der richtige war.
