Zverev kämpft sich in halle ins halbfinale – fritz der nächste!

Alexander Zverev hat sich in Halle ein hartes Stück Arbeit erobert. Nach über zwei Stunden Spielzeit und einem dramatischen Tiebreak bezwang der French-Open-Sieger Raphael Collignon mit 7:6 (12:10), 7:6 (7:2) und ist damit eine weitere Hürde auf dem Weg zum ersten Rasentitel seiner Karriere genommen.

Zverev unter beschuss: nervenstärke gefragt

Die Partie gegen den belgischen Qualifikanten Collignon war alles andere als ein Selbstläufer. Beide Spieler lieferten sich ein hochklassiges Match, das von intensiven Ballwechseln und knappen Ergebnissen geprägt war. Zverev, der bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius agierte, musste sich gegen einen hartnäckigen Gegner behaupten, der ihm lange das Leben schwer machte.

Besonders im ersten Satz zeigte Collignon eine beeindruckende Leistung und zwang Zverev in einen Tiebreak. Dort führte der Hamburger zunächst mit 4:1, ließ aber die Führung durch eine bemerkenswerte Aufholjagd des Belgiers fast noch aus der Hand. Drei Satzbälle vergab Collignon, bevor Zverev mit einem glücklichen Netzroller das erste Kapitel für sich entscheiden konnte.

Die Hitze schlug zu: Im zweiten Satz deutete sich an, dass die extreme Hitze beide Spieler zu beeinflussen begann. Mehr und mehr Fehler wurden sichtbar, und auch Zverev haderte mit seinem Return. Doch im entscheidenden Moment bewies er einmal mehr seine Nervenstärke und sicherte sich den Durchgang ebenfalls im Tiebreak.

Fritz-duell: eine alte rechnung offen

Fritz-duell: eine alte rechnung offen

Am Samstag steht für Zverev die nächste große Herausforderung an: Taylor Fritz. Der US-Profi ist für den gebürtigen Hamburger ein regelmäßiger Dorn im Auge. Seit zwei Jahren wartet Zverev auf einen Sieg gegen Fritz, der bisher sechs Begegnungen in Folge für sich entscheiden konnte. Die Bilanz ist eindeutig und untermauert die These, dass Fritz ein regelrechter Angstgegner für den Deutschen ist.

Fritz selbst hatte ebenfalls einen harten Kampf hinter sich. Er bezwang seinen Landsmann Ben Shelton nach über zwei Stunden Spielzeit und einem weiteren Tiebreak-Krimi – ein Beweis für seine beeindruckende Fitness und mentale Stärke. Mit 24 Assen dominierte er das Match und zeigte, dass er bereit ist, Zverev Paroli zu bieten.

Die Frage ist: Kann Zverev seine alte Schwäche gegen Fritz überwinden und den Sprung ins Finale erreichen? Oder wird der US-Profi erneut seine Überlegenheit demonstrieren? Das Halbfinale verspricht ein spannungsgeladenes Duell, das Tennis-Fans auf der ganzen Welt vor die Bildschirme locken wird.