Undav & co.: so leben die stars im deutschen wm-quartier
Winston-Salem, North Carolina – Luxus, Entspannung und ein paar Neckereien: So sieht das Leben im WM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft aus. Ein exklusiver Einblick von Deniz Undav und Jamie Leweling zeigt, wie die Spieler ihre Zeit vor den entscheidenden Spielen verbringen.
Ein anwesen wie aus dem bilderbuch
Das „Graylyn Estate“, ein fast 100 Jahre altes Anwesen, ist weit mehr als nur ein Hotel. Umgeben von einem 55 Hektar großen Gelände, das von gelbem Flatterband gesichert wird, bietet es den deutschen Spielern eine abgeschiedene und luxuriöse Umgebung. Golfplatz, Parkanlage und eine strenge Sicherheitsvorkehrung – hier ist Privatsphäre Trumpf. Bis zum 19. Juli, dem Tag des WM-Finales, bleibt das Anwesen hermetisch abgeriegelt.
Doch die Innenausstattung lässt keine Wünsche offen. Der DFB-Clip, präsentiert durch den stets witzigen Deniz Undav, führt durch stilvolle Zimmer, entspannte Freizeitbereiche und weitläufige Außenanlagen. Undav nimmt die Rolle des Kommentators mit viel Humor an, was für zahlreiche Lacher sorgt.

Von der „silo suite“ bis zum cornhole
Während Jamie Leweling sich mit Bett und Couchecke bescheiden verhält – das „Graylyn Estate“ verfügt über stolze 85 Zimmer –, residiert Nationaltorwart Manuel Neuer in der exklusiven „Silo Suite“. Eine zweistöckige, französisch inspirierte Unterkunft mit einem privaten Wendeltreppenturm, die an eine Burg erinnert. Eine Unterkunft, die dem Weltmeister zweifellos den nötigen Komfort bietet.
Aber es gibt mehr als nur luxuriöse Zimmer. Padel, Tennis, Badminton, Volleyball und das amerikanische Wurfspiel „Cornhole“ stehen zur Auswahl. Für die, die es ruhiger angehen lassen wollen, zocken Waldemar Anton und Pascal Groß eine Runde „Magic Tower“ am virtuellen Spieltisch. Ein entspanntes Ambiente, das an eine Familienfeier erinnert.

Neckereien und teamgeist
Die Atmosphäre im Quartier ist geprägt von Lockerheit und Teamgeist. Beim WM-Foto-Termin lässt sich Undav nicht lumpen und verteilt freche Sprüche. Angelo Stiller wird als „Maschine, Altaa“ bezeichnet, während Leon Goretzka als „Was ein Model!“ abgefuckt wird. Dieser unkonventionelle Humor trägt dazu bei, die Spieler noch enger zusammenwachsen zu lassen.
Undav scheut sich nicht, auch neue Gesichter auf die Probe zu stellen. Der nachnominierte Assan Ouédraogo wird aufgefordert, Wasser zu holen, was für einen amüsanten Moment sorgt. Diese kleinen Anekdoten zeigen, dass die Spieler die gemeinsame Zeit nutzen, um sich gegenseitig besser kennenzulernen und den Teamgeist zu stärken.
Kurze Wege, eine entspannte Atmosphäre und die Möglichkeit, mit dem Golfkart oder dem Fahrrad ans Ziel zu gelangen – Winston-Salem bietet ideale Bedingungen für eine konzentrierte Vorbereitung auf die WM. David Raum fasst es zusammen: „Es ist sehr ruhig. Hier haben wir viel Zeit für uns. Insgesamt ist alles darauf ausgelegt, dass wir als Gruppe noch mehr zusammenwachsen.“
Denn eines ist klar: Die Welt erwartet eine Top-Mannschaft – und das WM-Quartier in Winston-Salem scheint alles zu bieten, was dafür notwendig ist. Das entspannte Umfeld, die luxuriösen Annehmlichkeiten und der lockere Umgang miteinander sollen die Spieler optimal auf die Herausforderungen in Brasilien vorbereiten. Ob es dann aber auch zu sportlichem Erfolg reicht, wird der Rasen zeigen.
