Zubimendi vor europa-league-finale: „vier bankplätze – und trotzdem bin ich heiß“
Martín Zubimendi sitzt vier Mal hintereinander nur auf der Ersatzbank, doch der 25-Jährige grinst trotzdem. „Ich sehe mich immer in der Startelf, egal was passiert“, sagt er, zwei Tage vor dem Showdown in Budapest gegen Paris Saint-Germain. Die Premier-League-Meisterschaft ist im Tornister, das Selbstvertrauen trotz Bankrolle intakt.
„Der titel gibt uns einen extrazahn“
Die Luft im Emirates-Stadion knistert noch immer. Nach 20 Jahren ohne englische Meisterschaft hat Arsenal endlich geliefert – und Zubimendi war dabei von Spieltag eins an der Regisseur im Zentrum. „Wir haben diesen Druck weggenommen, jetzt können wir frei auflaufen“, erklärt der Baskische Sechser. Die Frage, ob der Coup gegen Crystal Palace vor dem Finale überhaupt noch zählt, wischt er beiseite: „Für uns war jede Partie ein Endspiel.“
Die Stärke des Teams? Er zögert keine Sekunde. „Defensive – klar. Null Gegentore sind keine Zufälle.“ Die Zahlen sprechen: 23 Clean Sheets in der Liga, nur 29 Gegentore insgesamt. „Das ist unser Fundament, darauf bauen wir die Offensive auf.“

Arteta wie guardiola? „er war schon vorher oben mit dabei“
Über Mikel Arteta schwärmt er wie ein Schüler über seinen Lieblingslehrer. „Manchmal muss man einen Titel gewinnen, um endlich Anerkennung zu bekommen, aber Mikel war schon vorher ein Top-Coach“, sagt Zubimendi. Die Premier-League-Krone sei lediglich „der sichtbare Teil eines jahrelangen Prozesses“. Die Marschroute für Samstag klingt simpel, ist aber effektiv: „Normale Situation normalisieren, unsere Waffen nutzen und ruhig bleiben.“
Ob er dabei von Beginn an auf dem Platz steht, lässt er offen. „Fragt den Mister“, lacht er, tippt sich an die Stirn und macht ein Telefon-Gestik. Ernst wird er dann doch: „Ich war noch nie so lange ohne Pause unterwegs, die Belastung hat mich eingeholt. Aber ich bin wieder fit.“ Ein Blick auf die Uhr – Training ruft. Weltmeister-Traum? „Keine Sorge, ich bin bereit.“
Der Countdown läuft. Mit oder ohne Zubimendi in der Startelf – Arsenal wird mit dem Selbstvertrauen eines Champions antreten. Und einer Bank, die mittlerweile weiß: Jeder darf jederzeit einspringen und Geschichte schreiben.
