Zsc-torhüter lassen die liga alt aussehen – diese zahlen schockieren
Die Regular Season ist gerade erst verklungen, schon liegen die Wahrheiten auf dem Eis: Nur zwei Klubs vertrauen einer Torhüter-Tag-Team-Philosophie, die über 92 % hält – und keiner davon spielt im Kanton Genf. Die Spitzen-Duos? ZSC Lions und HC Davos. Der Rest kratzt an der 90-Prozent-Marke wie ein Eishockey-Schüler am Glas der NHL.
Hrubec und aeschlimann ziehen den takt vor
Simon Hrubec fischte 92,69 % der Scheiben, blieb 42 Mal zwischen den Pfosten und machte aus Zürich eine Festung. Sein Backup Robin Zumbühl liefert mit 92,34 % keine Rohkost, sondern direkt Edelstahl. Erst diese Kombi erklärt, warum der Meister wieder Favorit ist. Hinter ihnen lauert Davos: Sandro Aeschlimann (92,52 %) und ein verletzter Luca Hollenstein, der mit 92,11 % eigentlich Playoff-Startelform zeigte. Für die Bündner bleibt die Frage: Hält Aeschlimann allein durch, oder platzt der Traum vom Finals-Ticket?
Die Antwort findet sich zwischen Position 3 und 14. Lugano sammelt Bronze dank Niklas Schlegel (92,28 %), doch die Differenz zu Platz 7 – Rapperswil – beträgt gerade einmal 0,97 Prozent. In der NL zählt jedes Tausendstel, und deshalb fliegen die Lakers trotz solider Werte derweil noch im Play-In-Kampf statt im Viertelfinale zu duschen.

Genf spaltet sich, biel versinkt
Beim Genève-Servette HC ist die Schere offen wie ein Zürcher Schnitzel: Stéphane Charlin rettet 91,5 %, Robert Mayer nur 86,79 %. Das Duo liegt damit auf Rang 13 – und das, obwohl die Grenats die Regular Season als Dritter beendeten. Die Moral: Ein Super-Goalie kann dich in die Playoffs tragen, aber ein schwacher Backup kann dich dort ausknocken.
Noch dramatischer sieht es beim EHC Biel aus. Harri Säteri blieb zum ersten Mal seit Jahren unter 90 %, Luis Janett rutschte auf 86,18 % ab. Das ergibt das schlechteste Kleeblatt der Liga (87,92 %) und erklärt, warum die Seeländer bereits in den Ferien sind. Wer Janett verpflichtete, unterschrieb faktisch die Entlassung – Viktor Östlund ist schon vertraglich verlängert.

Die lehre für die playoffs
Die Torhüter-Duos offenbaren ein einfaches Gesetz: Teams mit zwei 91-Plus-Kandidaten haben echte Titelform. Der Rest zockt auf Kartenhäuser. Berns Adam Reideborn (91,86 %) und Sandro Zurkirchen (91,19 %) liefern dafür das beste Beispiel – und trotzdem schrammten die Berner am direkten Playoff-Einzug vorbei. Die Schuld liegt nicht zwischen den Pfosten, sondern davor und dahinter.
Die Playoffs beginnen, die Scheiben fliegen schneller als je zuvor. Hrubec und Aeschlimann haben die Liga vorgeführt. Nun müssen sie liefern – oder das nächste Spalier fällt. Die Zahlen haben gesprochen. Das Eis wartet.
