Zsc lions fegen lugano raus – servette schlägt lausanne und zwingt entscheidung

Denis Malgin schlägt zweimal zu, Simon Hrubec vernagelt den Kasten und die ZSC Lions schreiben Playoff-Geschichte: Mit dem 2:1 im vierten Spiel fegen die Zürcher den HC Lugano mit 4:0 aus der Serie und stehen als erstes Team im Halbfinale. Wer dachte, Lugano könne nach dem 0:3-Rückstand noch einmal aufstehen, lernte gestern Abend das Fürchten: Malgin tanzt in der 36. Minute zwei Tessiner aus, zieht selbst ab – Tor. Drei Minuten später wiederholt sich das Drehbuch: Bianconeri-Panne in der neutralen Zone, Malgin startet den 2-on-1-Break und serviert Rudolfs Balcers das 2:0. Die Gäste zwar noch durch Rasmus Kupari, doch mehr als Ergebniskosmetik bleibt nicht hängen.

Lausanne verspielt startvorteil – servette gleicht zum 2:2

Lausanne verspielt startvorteil – servette gleicht zum 2:2

Die Waadtländer kamen mit Rückenwind ins zweite Heimspiel, doch nach 71 Sekunden kassierte Simon Le Coultre den kalten Powerplay-Duschen-Schlenzer – 0:1. Vincent Praplan erhöht vor der zweiten Pause auf 2:0, und als Matthew Verboon Kevin Pasche zwischen den Beinschonern trifft, ist die Partie gelaufen. Erik Brännström und Damien Riat schrauben den Endstand zwar auf 4:2, doch die erste Playoff-Pleite auf heimischem Eis schmerzt. Die Serie steht nun 2:2, Spiel fünf am Freitag in Genf wird zur Schicksalsnacht.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: ZSC Lions-Torwart Simon Hrubec weist nach dem Sweep eine Save-Percentage von 94,3 % auf, Malgin kommt in der Serie bereits auf fünf Treffer und vier Assists. Für Lugano bleibt die bittere Erkenntnis: Ohne saubere erste Passage in der neutralen Zone gibt es kein Entkommen. Bei Lausanne fragt man sich, wie lange Kevin Pasche noch das Nr.-1-Trikot trägt – drei Gegentore aus 18 Schüssen im letzten Drittel sind zu viel des Guten.

Die Playoffs liefern das, was sie versprechen: Herzschlagfinale im Westen, Machtdemonstration im Osten. Wer jetzt noch Tickets sucht, sollte sich beeilen – die nächste Runde rollt bereits.