Zion williamson löst interne playoff-blamage mit selbstvertrauen-sprint

26 Siege, kein Play-In, ein Top-Pick mit schiefem Anspruch: Zion Williamson wirft nach demDebakel der New Orleans Pelicans den Anker um – und sich selbst vor den Bug.

„Okay“ reicht nicht – williamson kassiert sich selbst ein

„Mein Spiel war okay“, sagt der 25-Jährige, als hätte er einen Salat statt eines NBA-Contracts geprüft. Okay? Die Zahlen nennen 21 Punkte im Schnitt, 58 % Feldwurfquote, 35 Einsätze in Serie – eine Bestmarke für jemanden, der bisher öfter in der Reha saß als im Corner. Doch er weiß: Okay ist in Louisiana ein Schimpfwort, wenn die Saison am 15. April schon vorbei ist.

Williamson rüttelt am eigenen Schulterzucken. Er will „variabler“ werden, „schwerer ausrechenbar“, spricht sich selbst Mut zu, doch klingt das wie ein Ingenieur, der merkt, dass die Brücke bei Sturm doch nur aus Pappmaché war. Die Defensive? Stummes Thema. Die Distanz? 33 % von jenseits der Linie – ein Witz, wenn man bedenkt, dass Gegner ihm schon beim Aufwärmen die Zone verrammeln.

Die gesundheitsakte bleibt offen

Die gesundheitsakte bleibt offen

Positiv: Er kam durchs Jahr ohne größeren Knacks. Fazit: 61 Spiele, 2.067 Minuten – mehr als in den beiden Vorsaisons zusammen. Doch die Last trägt nicht nur sein Knorpel. Die Pelicans zahlten 231 Millionen, um ihn zur Ikone zu brennen. Stattdessen liefert er warme Halbzeitergebnisse.

Die Front Office-Zwickmühle: Das Team ohne ihn war 12-29, mit ihm 14-27. Ein Franchise-Player, der die Playoff-Tür nicht einmal anklopft, ist ein Vermögensgegenstand mit Luftblase. Handeln? Verkaufen? Um sich herum schneiden, bevor er selbst die Klinge schwingt? Die Uhr tickt lauter als sein Sprunggelenk.

Williamson kündigt „mehr Verantwortung“ an. Das klingt nach Selbstcoaching, klingt nach Sommer in einem leeren Gym, klingt nach Instagram-Workouts bei Dämmerlicht. Aber die Liga schert sich nicht um gute Vorsätze, sondern um Standing Ovations im Mai.

Die Saison 2024/25 wird seine sechste. Kein All-Star-Start, kein Conference-Final, nicht einmal ein Play-In-Sieg. Die Statistik, die wirklich zählt, heißt Null. Und genau diese Null nagt an seinem Selbstbild. „Ich will mehr für mein Team tun“, sagt er. Die Fans von New Orleans hören das seit fünf Jahren. Nächstes Mal müssen Taten sprechen, sonst bleibt nur das Echo eines versprochenen Earthquakes – und ein großer Mann, der in der Mitte des Parks steht, während die anderen um die Trophäe tanzen.