Zidane rückt nach wm-ende an die seitenlinie der équipe tricolore

Paris – Frankreich träumt laut. Noch bevor das erste Gruppenspiel der WM rollt, steht laut Le Parisien und L’Equipe fest: Zinedine Zidane übernimmt im Juli das Zepter von Didier Deschamps. Der Weltmeister von 1998 soll die Blues wieder auf Kurs bringen – und das mit einem Stab, den er sich längst zusammenstellt.

Die Meldung jagt die andere. Erst rettete Philippe Diallo, Präsident der FFF, sich selbst die Show: „Ich kenne den Namen des neuen Trainers. Wir brauchen jemanden, der die Nation hinter sich versammelt.“ Dann plauderte Le Figaro aus dem Nähkästchen: Ein Abkommen existiere, Detailfragen seien nur Formsache. Und wer Zidane kennt, weiß: Formsachen erledigt er mit der Coolness eines Panenka.

Der staff steht schon

Der staff steht schon

David Bettoni, fast drei Jahrzehnte sein Co-Pilot, wird wieder Assistent. Hamidou Msaidie, jahrelanger Fitnessguru, sorgt für die Waden der Stars. Bernard Diomède, U-19-Coach, bringt Frische vom Nachwuchs. Stéphane Plancque liefert Daten, die selbst Benzema noch überraschten. Die Truppe ist komplett – und sie ist verrückt genug, um Paris in Ekstase zu versetzen.

Die Zahlen sprechen für sich: 159 Länderspiele als Spieler, drei Champions-League-Titel als Coach, eine Bilanz von 70 Siegen in 114 Partien bei Real Madrid. Die Franzosen hoffen, dass diese Zauberformel auch auf Nationalmannschaften übertragbar ist. Denn nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus 2022 will niemand mehr von „Génération 2018“ sprechen. Stattdessen wird vom „Zidane-Effekt“ geflüstert – ein Begriff, der sogar in den Wirtschaftsredaktionen für steigende TV-Rechte sorgt.

Doch es gibt ein Detail, das kaum jemand erwähnt: Der Vertrag läuft nur bis 2026. Das ist kein Zufall. Die Heim-WM in Kanada, Mexiko und den USA rückt näher. Und wer weiß, vielleicht plant der 51-Jährige schon jetzt seine eigene Version von 1998 – nur diesmal als Regisseur auf der Tribüne statt als Tänzer auf dem Rasen.

Für TSV Pelkum Sportwelt heißt das: Wir schalten die Streaming-Timer, denn wenn Zizou die Koffer packt, bebt Europa. Die Équipe Tricolore bekommt ihr Gesicht zurück – und wir bekommen endlich wieder Nächte, in denen wir wegen Fußball nicht schlafen können, sondern weil wir zu aufgedreht sind. Paris hat gesprochen. Die WM kann beginnen – danach wird umgeschaltet.