Zhegrova: juves millionendeal – eine saison zum vergessen?
Turín – Edon Zhegrova, der Hoffnungsträger aus dem Kosovo, kam mit großen Erwartungen und einem Preis von 14,3 Millionen Euro plus Boni zur Juventus. Doch statt mit spektakulären Aktionen und entscheidenden Toren zu begeistern, steht der Angreifer am Ende einer enttäuschenden Saison, in der er kaum eine Rolle spielte.
Die fehlende konstanz: ein problem von anfang an
Es begann schleppend. Nach einer langen Verletzungspause, die ihn fast ein Jahr außer Gefecht gesetzt hatte, fand Zhegrova nur schwer zu alter Stärke zurück. Während Trainer Paolo Tudor ihn nur sporadisch einsetzte, schien unter dem neuen Coach Allegri kurzzeitig eine positive Entwicklung einzusetzen. Lobende Worte von Spalletti, der ihn als „Zeppettina“ bezeichnete – einen Spieler, der mit schnellen Bewegungen und Tricks die Abwehr des Gegners überraschen kann – weckten Hoffnungen. Doch auch unter Spalletti blieb Zhegrova meist eine Joker-Rolle vorbehalten.
Die Statistik ist eindeutig: Weniger als 500 Einsatzminuten in der gesamten Saison, kein einziges Tor, keine einzige Vorlage. Eine erschreckende Bilanz für einen Spieler, der so vielversprechend gehandelt wurde. Die Erinnerungen an das Champions-League-Spiel zwischen Lille und Juventus im November 2021, in dem Zhegrova die Verteidigung der Mannschaft von Thiago Motta förmlich auseinander nahm, schienen in weite Ferne gerückt zu sein.

Spallettis kritik und zhegrovas defizite
Spalletti machte kein Geheimnis aus seiner Frustration. Er bemängelte nicht nur Zhegrovas konditionelle Schwächen, sondern auch seine fehlende Disziplin in der defensiven Arbeit. „Er ist ein Spieler, der in den letzten 15 Metern glänzt, aber nicht weiß, wie man sich in der eigenen Hälfte wieder nach vorne kämpft“, kritisierte der Trainer offen.
Die entscheidende Szene, die Zhegrovas Saison endgültig besiegelte, ereignete sich im Rückspiel des Champions-League-Playoffs gegen Galatasaray. In der Nachspielzeit, als Juventus in Unterzahl und verzweifelt nach zwei Toren suchte, vergab Zhegrova einen klaren Kopfball. Ein verpasster Moment, der die Hoffnung auf das Weiterkommen zunichte machte.

Von joker zum zuschauer: zhegrovas niedergang
Nach dem Galatasaray-Debakel wurde Zhegrova zunehmend von Trainer Allegri aus dem Kader verdrängt. In den letzten Wochen sah er der Mannschaft nur noch von der Bank aus zu. Seine einst so vielversprechende Karriere bei Juventus scheint nun in einer Sackgasse zu stecken. Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Zhegrova es schaffen wird, in der kommenden Saison eine größere Rolle zu spielen, oder ob sein Engagement in Turin bereits gescheitert ist.
Die Juventi-Fans warten sehnsüchtig auf eine Leistungssteigerung. Ob Zhegrova diese liefern kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Die Erwartungen sind hoch, und der Druck, nun endlich zu zeigen, was in ihm steckt, ist enorm.
