Zarate packt mit der trainerverrückung: libertadores-traum und lazio-reue

Mauro Zarate, der ehemalige Lazio-Angreifer, hat in einem ausführlichen Interview mit Diretta.it Einblicke in seine Zukunftspläne und seine Vergangenheit gewährt. Der Argentinier, der sich dem Profifußball entzogen hat, träumt von einer Rückkehr auf die Trainerbank und enthüllt, welche Teams und Spielertypen er bevorzugt.

Die familie vor dem fußball – und das genießen des spiels

Zarate genießt das Leben außerhalb des Leistungsdrucks. „Ich genieße es. Ich genieße das Leben, meine Familie, die Begleitung meiner Kinder bei ihren Aktivitäten und den Fußball – jetzt, außerhalb des Spielfelds“, so der frühere Römer. Doch der Fußballfieber schläft nicht. Ein Anruf von Riquelme, der ihn für die Libertadores begehren würde? „Ja, ohne Zweifel. Es gibt Dinge, auf die man sofort mit Ja antwortet.“ Und zwar für Boca Juniors, wie er betonte.

Der traum vom trainerjob und die vorliebe für spielstarke spieler

Der traum vom trainerjob und die vorliebe für spielstarke spieler

Die Trainerkarriere steht bereits im Fokus. Zarate hat von Anfang an gewusst, dass er diese Richtung einschlagen würde. „Ja, ja, das war mir schon vor Jahren klar. Es macht mir Spaß und ich möchte alles, was ich gelernt habe, weitergeben.“ Besonders wichtig ist ihm dabei die Arbeit mit Spielern, die er fördern kann: „Ich würde gerne Spieler haben, denen ich helfen und sagen kann, was sie minimal tun müssen, um der Mannschaft defensiv und taktisch zu helfen, und ihnen dann freien Lauf lassen.“

Die verletzung als wendepunkt: abschied von italien und rückkehr nach argentinien

Die verletzung als wendepunkt: abschied von italien und rückkehr nach argentinien

Ein schweres Knieverletzung in Italien besiegelte sein Schicksal. Zarate war auf dem Weg nach Cosenza, um seine Karriere in Italien ausklingen zu lassen, doch der Kreuzbandriss veränderte alles. „Da habe ich gesagt: ‚Genug, wir bleiben in Argentinien, wir gehen ins Fußballgeschäft und genießen das Leben‘.“ Ein verpasster Abschied von Rom schmerzt bis heute.

Die taktische ausrichtung: ballbesitz und offensive kreativität

Als Trainer würde Zarate auf ein 3-4-2-1-System setzen, mit Fokus auf Ballbesitz. „Ich mag die Formation 3-4-2-1. Wir wollen den Ball halten“, erklärt er. Die Offensive soll dabei im Mittelpunkt stehen. „Der Stürmer ist für mich tot. Im 3-4-2-1 können es zwei Stürmer oder zwei offensive Mittelfeldspieler sein, die ich anweise, etwas enger zu spielen und die Chancen zu nutzen, oder ihnen beibringen, etwas mit der Abwehr zu spielen und sich schnell abzudrehen.“

Die inspiration: von heinze bis slot – und die vorliebe für leidenschaft

Zarate schätzt Trainer, die an ihren Ideen festhalten. Er wurde von Gabriel Heinze beeinflusst, bewundert Jürgen Klopps Liverpool und die Mannschaften von Diego Simeone. Besonders beeindruckt ist er von Argentinos Juniors. „Es geht darum, zu arbeiten, zu arbeiten, zu arbeiten und zu arbeiten, bis es richtig läuft“, so Zarate.

Die vergangenheit: velez-rückkehr ausgeschlossen – lazio-wehmut

Eine Rückkehr zu Velez ist für Zarate ausgeschlossen. Er entschuldigt sich bei den Fans für sein Verhalten in der Vergangenheit. Seine Zeit bei Boca hingegen blickt er mit großer Freude zurück. „Es war wunderschön, für Boca zu spielen. Die Spiele, die Tore, die Vorlagen – das waren sehr gute Zahlen.“

Heute steht Zarate kurz vor dem Start seiner Trainerkarriere. Sein Ziel: Eine erfolgreiche Zukunft im argentinischen Fußball. Und wer weiß, vielleicht kommt ja doch noch der Traum von der Libertadores in Erfüllung. Denn eines ist klar: Zarate hat den Fußball noch lange nicht hinter sich gelassen.