Ceuta: innere unruhe droht die rettung zu gefährden
Die vermeintlich gesicherte Rettung von Ceuta in der zweiten Liga wird durch interne Spannungen überschattet. Nachdem der wichtigste Punkt im Kampf um den Klassenerhalt gegen Sanse geholt wurde, brodeln nun die Gemüter, während die sportliche Situation ruhig bleibt.
Marcos fernández' kritik entfacht debatte
Der Auslöser war eine Äußerung des Topscorers Marcos Fernández in der lokalen Presse. Er beklagte die Reisemode des Teams und deutete an, dass dies ein Grund für die schwachen Auswärtsleistungen sein könnte. Ceuta gehört zu den schlechtesten Auswärtsteams der Liga. Diese Bemerkung sorgte für heftige Reaktionen. Luhay Hamido, der Präsident des Vereins, konterte prompt über soziale Medien und bot einen Chárterflug für alle Spiele an, erinnernd daran, dass sein Verein die größten Investitionen in die Reisekosten leistet.
Nach dem Spiel gegen den Zweitligisten aus San Sebastián versuchte José Juan Romero, den Trainer, die Situation zu entschärfen. Er unterstützte Marcos' Ansichten und wies darauf hin, dass es nicht ideal sei, vor einem Spiel nicht trainieren zu können. Allerdings betonte er, dass dies kein Vorwand sei und er sich nicht sicher sei, ob es tatsächlich die Auswärtsleistung beeinflusst. Zu Hamidos Äußerungen äußerte sich Romero ausweichend und gab an, diese nicht gelesen zu haben, da er soziale Medien nicht nutze.

Kapitän hernández mahnt zur ruhe
Auch Carlos Hernández, der Kapitän, mischte sich in die Debatte ein. Er lehnte es ab, die Auswärtspleiten zu entschuldigen und betonte, dass sich das Team an die Gegebenheiten anpasse. „Wir müssen uns nicht hinter Ausreden verstecken“, sagte er.

Precontraten und abgangsgerüchte befeuern die unruhe
Ein weiteres Thema, das für Gesprächsstoff sorgt, sind die Spieler, die bereits vorab Vereinbarungen mit anderen Klubs getroffen haben. Besonders der Fall von Youness Lachhab, der angeblich einen Vorvertrag bei Oviedo unterschrieben hat, wird intensiv diskutiert. Auch bei anderen Spielern der Mannschaft kursieren Gerüchte über mögliche Wechsel. Hamido reagierte mit Ironie auf die Spekulationen und fragte, ob wirklich alle Spieler Angebote aus der ersten Liga hätten. Er fügte hinzu, dass niemand eine Garantie habe, in Ceuta zu bleiben oder überhaupt gefragt zu werden.
Romero verteidigte seine Spieler und wies darauf hin, dass das Interesse anderer Klubs ein Zeichen für die gute Saisonleistung seines Teams sei. Er betonte, dass alle Spieler ab dem 31. Januar die Freiheit hätten, über ihre Zukunft zu entscheiden. „Niemand sollte denken, dass ein Spieler in dieser Situation nicht mitspielt“, erklärte er, und fügte hinzu: „Es gibt keinen Brand hier.“
Die interne Zerrissenheit könnte sich am Ende als teurer als die Reisekosten erweisen.
