Zaragoza vor dem absturz oder der wende – navarro will keine sekunde lockerheit

Real Zaragoza kann diese Woche den Abstiegsrelegationsplatz verlassen – oder endgültig ins Bodenlose rutschen. Trainer David Navarro erlaubt seinen Spielern keine Atempause. „Wir haben zwei Finals in vier Tagen. Wer jetzt durchatmet, fliegt raus“, sagt er knallhart.

Donnerstag gegen leganés, sonntag gegen mirandés – beides sechs-punkte-spiele

Die Maños empfangen den CD Leganés, drei Tage später folgt CA Osasuna B in Miranda de Ebro. Beide Gegner hängen mit Zaragoza im selben Keller fest. Drei Punkte gegen Leganés würden die Blanquillos vorerst aus der roten Zone bugsieren. Navarro pfeift auf Tabellestricks: „Wenn wir morgen gewinnen, stehen wir immer noch im Abstieg. Also interessiert mich die Rechnerei null.“

Der Coach plant keine Rotation. „Ich schaue nur, wer heute die größte Dampfmaschine ist. Elf Gladiatoren, zwei Spielpläne, fertig.“ Die einzige Frage markiert Francho: Der Verteidiger spielt seit Wochen mit einem gerissenen Meniskus. „Die Schmerzen sind permanent. Wir messen jeden Tag neu, wie viel er aushält“, erklärt Navarro.

Rober gonzález lieferte 12 kilometer – für einen flügelsturm eine irre zahl

Rober gonzález lieferte 12 kilometer – für einen flügelsturm eine irre zahl

Navarro schwärmt von Rober González: „Er macht 12 Kilo­meter, gewinnt die meisten Zweikämpfe und denkt trotzdem nach. Das ist Intelligenz, nicht nur Laufbereitschaft.“ Gegen Racing Santander war der 25-Jährige Balleroberer Nummer eins – vom Flügel. „Solche Typen gewinnen Finals“, so der Trainer.

Die Anhänger spüren die Druckschraube. 24 Stunden vor Leganés sind 30.000 Tickets weg, die Romareda wird zur Glutwand. Navarro: „Die Fans sind unser 12. Mann. Die Energie, die sie uns geben, beruhigt mich mehr als jede Tabelle.“

Die Wahrheit lautet: Gewinnt Zaragoza beide Spiele, ist der Klassenerhalt plötzlich realistisch. Verliert man, rutscht man auf Platz 20 ab – und die Saison ist gelaufen. Navarro: „Wir müssen zwei Mal 90 Minuten Herz zeigen. Punkt. Mehr gibt’s nicht zu diskutieren.“