Zaragoza amok: innen droht der abstieg in die drittklassigkeit!
Real Zaragoza steht vor dem Nichts. Nach einer Saison voller Enttäuschungen und personeller Katastrophen könnte am Sonntag das Aus in der zweiten Liga besiegelt werden. Ein Sieg gegen Las Palmas und ein Patzer von Cádiz müssen her, um noch eine theoretische Chance aufzuerhalten – ein Szenario, das angesichts der aktuellen Lage kaum realistisch erscheint.

Die innenverteidigung ist faktisch geschichte
Die Lage ist desaströs. Nicht nur, dass die Mannschaft moralisch am Boden liegt und auf dem Weg in die Primera RFEF zu sein scheint, sondern nun auch die Innenverteidigung komplett fehlt. Nach dem kollektiven Wunsch nach Auswechslung vor dem Spiel gegen Sporting ist die Situation eskaliert. Pablo Insua hat die Saison vorzeitig beendet, und David Navarro steht ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Yamiq und Radovanovic werden wohl ebenfalls ausfallen, nachdem sie sich Verletzungen zuzogen.
Trainer David Navarro muss nun improvisieren. Ale Gomes, Pomares oder Saidu sollen das unlösbare Problem im Zentrum bilden. Juan Sebastián ist zwar als Linksverteidiger eine Option, doch Aguirregabiria ist noch lange nicht fit. Tasende und Larios stehen auf der linken Seite zur Verfügung, aber auch hier ist die Auswahl begrenzt. Hinzu kommt Keidi Bare, der unter einem Schlüsselbeinbruch leidet. Die Verzweiflung ist greifbar.
Die Bilanz ist erschreckend: Kein einziger etatmäßiger Innenverteidiger ist verfügbar. Das ist nicht nur ein sportliches Problem, sondern ein Zeichen für die tiefe Krise, die den Verein erfasst hat. Die Fans sind enttäuscht, die Spieler demoralisiert, und der Trainer scheint die Kontrolle verloren zu haben. Die Presse berichtet von einer „harten Pressekonferenz“ von Navarro, die die Ausweglosigkeit der Situation verdeutlichte.
Die Hoffnung schwindet zusehends. Ein Sieg in Las Palmas wäre ein Wunder, aber angesichts der Umstände wirkt es wie ein frommer Wunsch. Die Wahrscheinlichkeit, dass Zaragoza in die Drittklassigkeit abrutscht, ist alarmierend hoch. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann der endgültige Absturz kommt.
