Zaniolo kehrt zurück: doppel-assists gegen ex-klubs – juve next

Nicolò Zaniolo lebt wieder. Nach zwei Assist in Folge gegen Fiorentina und Atalanta – beides seine ehemalige Clubs – hat der 26-Jährige den Bogen endgültig raus. Fünf Tore, vier Vorlagen, 25 Einsätze – die Zahlen wirken bescheiden, doch wer die letzten Wochen verfolgt hat, spürt: Der Zahn ist drin.

Die knie-op, das formloch, die wende

Mitte Januar rutschte Zaniolo auf die Reha-Tisch. Drei Spiele fehlte er, danach brauchte er fünf Wochen, um wieder Vollgas zu geben. Sein letzter Tor-Treffer datiert noch vom 19. Spieltag gegen Turin – ein Detail, das er am Sonntag gegen Juventus (live auf DAZN) korrigieren will. Schon im Hinspiel traf er in Turin; die Serie-A-Tabelle ist eng genug, dass ein weiterer Treffer die Europa-League-Träume der Udinese wieder aufleben lässt.

Fantacalcio-Manager aufgepasst: Die Gazzetta listet Zaniolo aktuell bei 40 Credits – vor dem Fiorentina-Spiel waren es noch 30. Der Preissprung zeigt, dass die Community nicht mehr nur an die alten Roma-Mythen denkt, sondern an den Jetzt-Zustand. Seine Fantamedia von 6,9 mag nüchtern klingen, doch wer ihn live sah, weiß: Die Zahlen liegen, das Auge nicht.

Lo que nadie cuenta es: Zaniolo gewann in den letzten beiden Partien 28 von 39 Zweikämpfen – ein Beweis für die neue Körpersprache. Trainer Kosta Runjaić stellte ihn gegen Atalante kurz vor Schluss auf die Sechser-Position, ein Vertrauensbeweis, den der Italiener mit einem Steilpass auf Lorenzo Lucca quittierte.

Warum juve ihn fürchten muss

Warum juve ihn fürchten muss

Die Alte Dame kassierte in 2024 schon 13 Gegentore nach Standards – genau jene Szenerien, in denen Zaniolo mit seinem 1,90 m-Rahmen auftrumpft. Addiert man die individuelle Dribbel-Statistik (45 Prozent Erfolgsquote seit der Reha), ergibt sich ein Match-up, das den Friauli Hoffnung macht. Ein Tor am Sonntag würde nicht nur seine persönliche Serie beenden, sondern Udinese auf Platz neun katapultieren – drei Punkte vom Conference-League-Rang entfernt.

Die Curva Nord bereitet bereits ein Choreo vor: eine riesige Zehn, umgeben von den Logos der drei Ex-Klubs – eine visuelle Ohrfeige für die, die ihn abgeschrieben hatten. Für Zaniolo selbst bleibt nur ein Ziel: „Ich will nicht mehr der Spieler von gestern sein, sondern der von morgen.“ Nach den letzten 180 Minuten glauben ihm das auch die letzten Zweifler.