Zakharyan-aus: real sociedad plantzt russisches talent aus?
San Sebastián – Arsen Zakharyan, die vielversprechende Hoffnung aus Russland, scheint bei Real Sociedad keine Zukunft zu haben. Nach einer enttäuschenden Saison und kaum Einsatzzeiten drängt sich der Verdacht auf, dass der teure Neuzugang im Sommer abgegeben wird – trotz eines noch bis 2029 laufenden Vertrags.

Die zahlen lügen nicht: ein teurer fehltransfer?
Die Investition von rund 12 Millionen Euro im Sommer 2023 für den jungen Russen wirkt im Nachhinein wie ein Fehlschuss. Zakharyan, geholt als potenzieller Starspieler, konnte seine Erwartungen bei weitem nicht erfüllen. In lediglich 49 LaLiga-Partien, zehn im Copa del Rey, fünf in der Champions League und einem in der Europa League stand er bisher auf dem Platz – und das bei nur einem Tor pro Saison. Besonders in der aktuellen Saison 2023/24 war die Einsatzzeit des 19-Jährigen minimal. Er bestritt lediglich 17 Partien in der Liga, davon nur drei von Beginn an, und vier Spiele im Copa del Rey, ohne eines der Spiele vollständig zu beenden.
Ein düsteres Bild zeichnet sich ab: Der frühere Leistungsträger vom Dynamo Moskau kam nie richtig in Fahrt. Verletzungen und Krankheiten bremsten ihn in der Vergangenheit aus, doch auch unter Trainer Imanol Alguacil fand er kaum Berücksichtigung. Selbst als er fit war, blieb er meist auf der Bank. Die kurze Einsatzzeit gegen Valencia, sein zweiter Auftritt unter Pellegrino Matarazzo, endete bereits in der 60. Minute – ein weiteres Zeichen dafür, dass Zakharyan nicht zu den Planungen des Trainers gehört.
Es ist ein trauriger Verlauf für einen Spieler, der einst als einer der größten Talente des russischen Fußballs galt. Die wenigen Lichtblicke, wie sein Tor gegen Negreira, konnten den Gesamteindruck nicht aufwerten. Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Real Sociedad die Geduld mit dem jungen Russen verliert und versucht, ihn bereits im Sommer abzugeben. Die Konkurrenz im Mittelfeld ist groß, und Zakharyans Leistungen rechtfertigen seinen hohen Marktwert bei Weitem nicht.
Die Verantwortlichen in San Sebastián stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Einen weiteren Jahr voller Bankdrückerei für Zakharyan zu riskieren, scheint wenig sinnvoll. Ein Verkauf könnte zumindest einen Teil der Investition zurückgewinnen und Platz im Kader für neue Spieler schaffen. Ob sich Zakharyan bei einem anderen Verein neu beweisen kann, bleibt abzuwarten. Doch in San Sebastián scheint sein Traum von der großen Fußballkarriere geplatzt.
Die Real Sociedad hat ein Problem: einen Spieler mit großem Potenzial, der bisher kaum zeigt, was er kann. Und die Zeit rennt.
