Zagadou-debüt: stuttgarts abwehr-fehlstart gegen bremen!

Ein überraschender Startelfeinsatz, ein unglückliches Debüt: Dan-Axel Zagadou hatte gegen Werder Bremen einen Abend zu vergessen. Sebastian Hoeneß‘ Rotation schlug fehl, und der Franzose wirkte alles andere als stabil – ein deutliches Signal vor dem Saisonendspurt.

Die bürde des pokal-krimis

Nach dem emotionalen Pokal-Krimi gegen Freiburg, in dem der VfB Stuttgart 120 Minuten lang alles auf die Waage warf, hatte Coach Sebastian Hoeneß eine Großrotation angekündigt. Ramon Hendriks, Jeff Chabot, Atakan Karazor, Nikolas Nartey, Chris Führich und Ermedin Demirovic saßen zunächst auf der Bank, während für sie Zagadou, Jaquez, Chema, Tomas, El Khannouss und Assignon ins Spiel kamen. Doch die frischen Kräfte konnten nicht den erhofften Effekt erzielen.

Zagadou, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, hatte vor allem gegen Bremen’s Jovan Milosevic große Probleme. „Es war ein schwieriges Spiel. Er kann es besser“, kommentierte Hoeneß die Leistung des Innenverteidigers, der sichtlich mit der Geschwindigkeit und Intensität der Bundesliga zu kämpfen hatte.

Schon vor dem 0:1 ließ Zagadou Milosevic ins rechte Halbfeld entwischen, in der 35. Minute wurde er von Romano Schmid ausgetrickst, woraufhin Alexander Nübel parieren musste. Nur der unsaubere Abschluss von Milosevic verhinderte kurz darauf den Rückstand. Die Halbzeitpause brachte dann die Konsequenz: Zagadou wurde durch Ramon Hendriks ersetzt.

Wohlgemuths loyalität und zagadous schatten

Wohlgemuths loyalität und zagadous schatten

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ließ jedoch keine Zweifel daran, dass er hinter seinem Spieler steht. „Er hat gut trainiert, hat sich in Form gebracht, dass er so ein Spiel auch von Anfang an bestreiten kann“, erklärte Wohlgemuth, der die lange Pause als Grund für Zagadous Leistungslosigkeit nannte. Die Partie gegen Bremen sei schließlich „ein so wichtiges Spiel, in dem eine Mannschaft um den Klassenhalt spielt und die andere um die ChampionsLeague.“

Dennoch schob Wohlgemuth nach: „Die Pässe, die Vertikalpässe, die Spielaufbaupässe haben sehr, sehr gut funktioniert. Dass er in ein, zwei Zweikämpfen nicht allzu glücklich aussah, will ich aber nicht verschweigen.“ Die Frage nach einer Vertragsverlängerung ließ er unbeantwortet, was angesichts der bisherigen Leistungen und der Tatsache, dass Zagadou seit 2022 lediglich auf 50 Pflichtspiele für den VfB kommt, wenig Hoffnung auf eine Fortsetzung lässt. „Daxo ist ein Riesenathlet, der so oft zurückgeworfen wurde durch Verletzungen. Kaum jemandem wünscht man ein Comeback so sehr, wie ihm“, so Wohlgemuth, ein Lob, das angesichts der aktuellen Situation etwas hohl klingt.

Die Champions-League-Hoffnungen des VfB sind nun etwas getrübt. „Wenn man den Großteil der Saison auf einem Platz steht, der für eine direkte Qualifikation notwendig ist, dann ist doch klar, dass man das bei drei ausstehenden Spielen auch schaffen möchte“, betonte Wohlgemuth. Doch die kommenden Duelle gegen Hoffenheim, Leverkusen und Frankfurt werden zeigen, ob der VfB seine ambitionierten Ziele noch erreichen kann. Die Spieler sind gewarnt: Die Schlussphase der Saison wird entscheidend.

Die Niederlage gegen Bremen ist ein Weckruf für den VfB. Es gilt, die Fehler zu analysieren, die Mannschaft zu stabilisieren und sich optimal auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Denn die Zeit drängt, und jeder Punkt ist nun Gold wert.