Yeremy pino: spaniens stille reserve mit riesenvieh!

Madrid – Während Lamine Yamal und Nico Williams die Flügel in Spaniens Nationalmannschaft aktuell beleuchten, bleibt Yeremy Pino weiterhin im Schatten. Der Angreifer, der bereits bei der WM in Katar und der EM 2024 ohne Einsatz blieb, ist ein Rätsel für Trainer Luis de la Fuente. Ein Talent von außergewöhnlicher Qualität, das auf seine Chance wartet – oder wird er zum ewigen Joker?

Die verpassten chancen in katar und auf dem kontinent

Die verpassten chancen in katar und auf dem kontinent

Sechs Turnierspiele hat Yeremy Pino nun hinter sich, ohne ein einziges Mal das Spielfeld betreten zu dürfen. Ein Phänomen, das besonders bei Verteidigern seltener vorkommt, da die Rotation in der Abwehrreihe oft weniger ausgeprägt ist. Von den 24 Einwechslungen in den letzten fünf WM-Partien Spaniens waren 14 für Offensivspieler, doch Pino gehörte nie dazu. Das frustrierende Bild wiederholt sich.

Die jüngste Begegnung gegen Cabo Verde verdeutlichte die Notwendigkeit von Geschwindigkeit und Durchschlagskraft an den Außenbahn. Yamals Einwechslung brachte frischen Wind, Williams' Einsatz kam spät, doch Pinos Name blieb un genannt. Der Angreifer, der nach einer herausragenden Conference League Saison in Las Rozas eintraf, zeigte in den Vorbereitungspartien Irak und Peru bereits Andeutungen seiner Vielseitigkeit. Aber die Minuten blieben aus.

Ein fester Bestandteil des Kaders, ein Fremder auf dem Platz. Yeremy Pino gehört unbestritten zum Kreis der Auserwählten von De la Fuente. Von 17 Nominierungen schaffte er es 13 Mal in den Kader. Einmal, aufgrund von Verletzungen von Olmo und Asensio, sprang er kurzfristig ein. Doch diese konstante Präsenz im Kader spiegelt sich nicht in seiner Spielzeit wider. Seine 657 Minuten unter De la Fuente platzieren ihn lediglich auf Platz 21 der internen Rangliste. Nur sechs von 16 Spielen begann er in der Startelf.

Besonders peinlich waren die beiden Absagen im März 2025, als er die beiden Nations League-Viertelfinals von der Tribüne aus verfolgen musste. Eine Seltenheit, dass ein Spieler innerhalb so kurzer Zeit zweimal abgelehnt wird. Die Frage ist, ob Yeremy Pino ein Opfer der Konkurrenz oder ein strategisches Mittel von De la Fuente ist.

Die Debatte um die Außenbahnspieler ist offen. Yamal und Williams haben sich etabliert, Victor steht wieder im Aufschwung. Doch De la Fuente weiß, dass er in Yeremy Pino einen zuverlässigen Faktor hat, einen Spieler, den er wie kaum einen anderen kennt. Die Frage ist nicht, ob er Potenzial hat, sondern wann er endlich die Chance erhält, dieses zu entfalten.

Die Zeit drängt. Yeremy Pino muss nun zeigen, dass er mehr ist als nur eine stille Reserve. Sonst droht ihm das Schicksal vieler talentierter Spieler: vergessen im Schatten der Stars.