Yb patzt: vier spiele ohne sieg – seoane warnt vor realität!
Bern – Der Traum vomütlichen Frühling in der Meisterschaft ist für die Young Boys geplatzt. Nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen den FC St.Gallen stehen die Berner vor einem Scherbenhaufen und blicken auf eine alarmierende Durststrecke von vier Spielen ohne Sieg. Die Stimmung im Wankdorf war nach dem Abpfiff eisig, während in St.Gallen ausgelassen gefeiert wurde.

Kritik an der chancenverwertung und individuellen fehlern
Trainer Gerardo Seoane ließ nach dem Spiel wenig Zweifel an der Ursachen der erneuten Niederlage. „Die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel war gestern wieder einmal ein gravierendes Problem. Wir haben sowohl in der Entscheidungsfindung als auch im Abschluss die nötige Konsequenz vermissen lassen.“ Doch nicht nur das Offensivspiel stimmte, Seoane betonte auch die Bedeutung der Defensivarbeit: „Wir haben im eigenen Drittel zu viele unentschuldige Fehler gemacht, die uns das Leben schwer gemacht haben.“
Die Berner dominierten zwar über weite Strecken das Spiel und hatten mehr Ballbesitz, doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. St.Gallen zeigte sich als kaltschnäuziger und nutzte seine wenigen Gelegenheiten eiskalt aus. „Am Ende zählt das Ergebnis, und das war gestern nicht auf unserer Seite“, so Seoane pragmatisch.
Die fehlende Konstanz und die psychologische Komponente spielen für den Coach eine entscheidende Rolle. „Selbstvertrauen ist im Spitzensport von enormer Bedeutung. In Momenten der Anspannung müssen unsere Spieler in der Lage sein, Situationen unbeschwert auszuspielen.“
Die Tabelle lügt nicht: Die Young Boys haben den Anschluss an die internationalen Plätze verpasst. Der Rückstand auf Rang vier beträgt nun sieben Punkte. Doch Seoane will sich nicht entmutigen lassen: „Wir werden unsere Abläufe hinterfragen und an dem weiterarbeiten, was wir können. Die kommenden Spiele sind wie Finals für uns.“
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Berner die Kurve kriegen und ihre Europa-Ambitionen noch retten können. Die Fans im Wankdorf bangen – und hoffen, dass der Knoten bald platzt. Denn eines ist klar: So wie es im Moment aussieht, müssen die Young Boys einen Zahn zulegen, wenn sie die Saison noch erfolgreich gestalten wollen. Die Zeit drängt, und die Verantwortung liegt klar bei Trainer und Mannschaft.
