Yamal will alles spielen – und explodiert, als flick ihn runternimmt
Lamine Yamal will keine Sekunde verschenken. Hansi Flick nahm ihn trotzdem in der 82. Minute gegen Rayo Vallecano raus – und der 17-Jährige kochte vor Wut. Kameras von DAZN fingen sein Gemurmel ein: „Immer ich“, wiederholte er, während er zum Trottel ins Kabinengang verschwand.

Warum yamal sich wie ein boxer betrogen fühlt
Yamal spielt seit Wochen auf Schleichfahrt. Drei Vollgas-Spiele in neun Tagen, Knie gepflegt wie ein Formel-1-Motor, trotzdem bettelte er um jeden Ball. Flick ließ ihn zwar starten, zog aber die Notbremse, als Barça mit 1-0 führte. Die Begründung: Rashford frische Beine, Yamal keine 90-Minuten-Ausdauer mehr. Der Teenager sah das anders.
Die Bilder: Flick klopft freundlich auf die Schulter, Yamal stapft demonstrativ weiter. Hand mit Dr. Pruna, kurzer Blick zu Eric García, dann wieder das Mantra: „Immer nur ich.“ Assistent Arnau Blanco dreht sich um, versucht zu beruhigen – vergeblich. Statt auf der Bank verfolgt er das Finale im Trikot-Tunnel, Szczęsny reicht noch ein Seitenhiefer-Highfive.
Das Problem steckt tiefer. Yamal fühlt sich als Dauerdrehkreuz, will jeden Feind selbst erledigen und jeden Rekord schreddern. Flick dagegen muss rotieren, will Langzeit-Schäden verhindern. Zwischen beiden schwebt die Frage: Darf man einen 17-Jährigen vor der Champions-League-Phase schonen, wenn er selbst keine Pause kennt?
Die Antwort liefert die Tabelle: Barça ist oben, Yamal führt die Liga an Torschüssen von Spielern unter 21. Sein Körper aber schickt erste Rechnungen: Hitze-Kompresse nach Spielen, leichtes Schleudertrauma im rechten Knie. Der Club zahlt lieber eine Riesen-Medikamentenrechnung, als dass er Yamal zwingt, zu pausieren.
Flick wird nicht nachgeben. Er weiß, dass ein Yamal mit 30-Jahres-Knie keinem hilft. Yamal wird weiter motzen – und trotzdem am Samstag wieder von Anfang an auflaufen. Denn bei Barça gilt: Wer stänkert, spielt. Wer spielt, gewinnt. Und wer gewinnt, darf sich selbst auf dem Rasen austoben – zumindest bis zur 82. Minute.
