Xhaka: handzeichen als antwort auf die kritiker
Granit Xhaka, der unumstrittene Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft, hat nach dem wichtigen Sieg gegen Bosnien-Herzegowina ein deutliches Zeichen gesetzt. Ein Handzeichen, das mehr als nur ein Jubel war – es war eine Antwort an all jene, die seine Leistung und Rolle hinterfragten. Ein Signal, dass er sich nicht unterkriegen lässt.

Die kritik am kapitän: was war los?
Vor dem Spiel gegen Bosnien-Herzegowina hatte es in der Schweizer Mannschaft offenbar interne Unruhen gegeben. Berichte in der Boulevardpresse warfen Xhaka vor, seine Mitspieler öffentlich kritisiert und so eine negative Stimmung geschaffen zu haben. Ein schwieriges Umfeld für einen Kapitän, der eigentlich für Stabilität und Zusammenhalt sorgen sollte. Doch Xhaka scheint genau diese Herausforderung anzunehmen.
Seine Karriere, die von außergewöhnlichem Talent geprägt ist, war stets von Debatten begleitet. Vom Jugendverein FC Basel über Arsenal bis hin zu Bayer Leverkusen – Xhaka hat immer wieder bewiesen, dass er ein Leistungsträger sein kann. Doch die Erwartungen an ihn, insbesondere im Trikot der Nationalmannschaft, sind enorm. Er ist nicht nur ein Spieler, sondern das Gesicht des Schweizer Fußballs.
Die Tatsache, dass er inzwischen in Sunderland in der Premier League spielt, ändert nichts an seiner Rolle als Leader. Im Gegenteil: Auch in der englischen Liga beweist er sein Können und seine Führungsqualitäten.
Xhaka ist ein Rekordnationalspieler mit 148 Einsätzen und seit 2018 Kapitän. Er ist Teil einer „Goldenen Generation“ der Schweiz, die bei dieser WM endlich den Fluch des Achtelfinals brechen will. Doch der holprige Start gegen Katar hattebereits für Diskussionen gesorgt.
Doch Xhaka ließ sich nicht beirren. Nach dem hart erkämpften 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina, bei dem er selbst einen Elfmeter verwandelte, formte er demonstrativ ein Handzeichen – ein Schnabel. Eine klare Botschaft: „Lasst die Leute reden.“
„Vielleicht brauche ich das auch ein bisschen, diese Provokationen, diese Meinungen von außen“, sagte Xhaka im Anschluss. „Für mich zählt, dass die Mannschaft hinter mir steht, der Trainer hinter mir steht. Dieses Gefühl hatte ich vom ersten Tag an bis heute. Alles andere ist nicht meine Sache.“
Die kommenden Spiele gegen Kanada werden zeigen, ob Xhaka und die Schweiz ihren Weg in die K.O.-Runde finden. Doch eines ist sicher: Granit Xhaka wird auch weiterhin sein Team nach vorne führen – mit Leidenschaft, Entschlossenheit und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein.
Es bleibt abzuwarten, ob die provokante Geste Xhaka’s weitere Kritik hervorrufen wird. Für den Moment aber scheint er gestärkt und bereit für die Herausforderungen zu sein, die noch vor ihm liegen.
