Xhaka feuert auf kritiker: "immer unruhe über mich"

Granit Xhaka, der Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft, hat nach den jüngsten Angriffen auf sein Verhalten mit Nachdruck zurückgeschlagen. Nach dem wichtigen 4:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina ließ der Mittelfeldspieler wenig Zweifel daran, dass er sich der anhaltenden Kritik nicht beugen wird – und das mit einer provokanten Geste und deutlichen Worten.

Die schnabelgeste und der klare appell

Die schnabelgeste und der klare appell

Bereits während des Spiels sorgte Xhaka für Aufsehen. Nach dem erlösenden 4:1-Treffer formte er mit der Hand einen Schnabel und ließ ihn schnattern – eine eindeutige Botschaft an die Kritiker: “Lasst sie reden”. Doch damit war es nicht genug. Im Anschluss an das Spiel äußerte sich Xhaka ausführlicher zu der Situation.

“Es gibt immer viel Unruhe über mich, es wird viel geschrieben – das wird von meiner Seite auch ein bisschen provoziert”, erklärte Xhaka. “Vielleicht könnte man auch einfach stolz sein auf einen Spieler, der schon so viele Spiele für die Nationalmannschaft gemacht hat?” Seine Worte waren ein deutlicher Appell an die Öffentlichkeit und die Medien, seine Leistungen und seinen Einsatz für die Mannschaft anzuerkennen.

Die Berichte über eine angespannte Atmosphäre im Schweizer Lager nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen Katar hatten die Diskussion um Xhaka neu entfacht. Die Boulevardzeitung “Blick” zitierte “mehrere Quellen”, die von “verunsicherten” und “unwohl fühlenden” Spielern sprachen, die Xhaka’s direkte Art als “toxisch” empfinden würden. Diese Vorwürfe wies Xhaka nun energisch zurück.

Die Leistung der Mannschaft gegen Bosnien-Herzegowina, bei der Johan Manzambi mit einem Doppelpack glänzte und Ruben Vargas ebenfalls traf, untermauerte Xhaka’s Forderung nach Anerkennung. Mit vier Punkten in Gruppe B stehen die Chancen auf das Weiterkommen nun gut. Doch Xhaka’s Kampf gegen die Kritik ist offenbar noch lange nicht zu Ende.

Die Frage bleibt: Wie lange wird der Kapitän noch die ständigen Angriffe tolerieren, bevor er zu drastischeren Maßnahmen greift? Und wird die Öffentlichkeit jemals bereit sein, die Leidenschaft und den Siegeswillen von Granit Xhaka zu erkennen, anstatt sich auf vermeintliche “toxische” Verhaltensweisen zu konzentrieren?