Xavi pascual zieht bilanz nach 78:71 gegen efes: „wir mussten dreimal gewinnen“
Barça-Coach Xavi Pascual atmete tief durch, als die Sirene ertönte. 78:71 gegen Anadolu Efes – kein Spektakel, aber ein Erfolg, der im Palau Blaugrana wie Balsam wirkte. „Das war ein Finale“, sagte der Gavà-Taktiker, „extrem wichtig für unsere Play-off-Chance.“
Pascual: „nervosität hat uns gedrückt“
Was die Statistik als klaren Sieg verbucht, beschreibt Pascual als kleine Tortour. „Wir hätten nach Gefühl mit 15 Punkten führen müssen, aber die Nervosität nagte an den Jungs“, erklärte er. Der dritte Viertelkollaps (nur 13 Punkte) war Programm: „Wenn Angriff und Deckung gleichzeitig streiken, kennen wir das nur zu gut.“
Die 38 % Dreierquote lässt ihn trotzdem aufatmen – nach neun Spielen um magere 30 % ist das ein Mini-Trend. „Wir müssen wieder an die 85 Punkte kommen, dann sind wir richtig gefährlich“, forderte er. Derzeit liegt Barça bei 78,2 – Platz 14 der Liga.

Laprovittola-loch und wilde pfeiffe
Ohne den verletzten Argentinier Nicolás Laprovittola fehlt das offensive Feuer. „Wir vermissen ihn jeden Abnehm“, sagte Pascual, „und die Niederlagen haben uns psychisch erwischt.“ Fünf Spiele bleiben, drei davon daheim. „Freitag gegen Zvezda ist Finale Nummer zwei.“
Die Fans ließen sich von der Krise nicht bremsen, aber ein Teil pfiff beim 0/5-Wurf von Willy Hernangómez. Pascual schaltete sich schützend vor seinen Center: „Das Palau ist souverän, jeder daruft seine Meinung äußern. Aber Willy beißt sich durch – wir alle müssen es besser machen.“
Beim Abpfiff klatschte er demonstrativ Hernangómez auf die Schulter. Die Botschaft: Noch ist nichts verloren, aber die Uhr tickt laut.
