Xamax-star ben seghir vor tas: sperre wird neu bewertet
Neuchâtel – Der Fall des Xamax-Mittelfeldspielers Salim Ben Seghir eskaliert weiter: Nach einer Spuckattacke gegen Nicolas Hasler am 22. Februar muss der 23-jährige Franzose nun vor dem Internationalen Sportgerichtshof (TAS) in Lausanne aussagen. Ein juristischer Tauziehen um die angemessene Strafe hat begonnen.

Die eskalation im challenge-league-duell
Ursprünglich hatte die Swiss Football League (SFL) Ben Seghir für fünf Spiele suspendiert, eine Berufung reduzierte die Strafe auf vier. Doch weder der Spieler selbst noch sein Verein gaben sich damit zufrieden. Sie legten Einspruch ein und beantragten eine superprovisorische Massnahme beim TAS – ein Schachzug, der nun Früchte trägt.
Das TAS hat dem Antrag stattgegeben und eine aufschiebende Wirkung gewährt. Das bedeutet: Ben Seghir steht am Freitag im wichtigen Spiel gegen den FC Vaduz bereits wieder auf dem Platz. Ein endgültiges Urteil des TAS steht jedoch noch aus. Die SFL hatte den Fall nach der ursprünglichen Berufung eigentlich als abgeschlossen betrachtet.
Was viele Beobachter überrascht: Xamax und Ben Seghir kämpfen vehement um die vollständige Aufhebung der Strafe, obwohl die Beweislage gegen den Mittelfeldspieler erdrückend erscheint. Die Entscheidung des TAS wird weitreichende Konsequenzen für die sportliche Zukunft des Teams haben, denn mehr als die Hälfte des Topteams besteht aus Neulingen. Ein Punktverlust aufgrund des Fehlens eines Schlüsselspielers könnte die Ambitionen von Xamax erheblich schmälern.
Die Hintergründe der Spuckattacke sind weiterhin unklar, doch die Tatsache, dass Ben Seghir nun vor dem TAS aussagen muss, unterstreicht die Schwere der Anschuldigung. Es bleibt abzuwarten, ob der Verein seine Position konsequent verteidigen wird oder ob eine Einigung mit der SFL in greifbarer Nähe ist.
Die Geschichte zeigt einmal mehr, wie schnell Emotionen auf dem Spielfeld zu juristischen Auseinandersetzungen führen können – und welche Auswirkungen dies auf die Karriere der beteiligten Spieler und die sportliche Zukunft ihrer Vereine haben kann. Die Entscheidung des TAS wird eine Zäsur in diesem Fall markieren.
