Würzburg-pleite: kann lok leipzig den aufstiegstritt retten?

Die Stimmung im Leipziger Lager ist gedrückt. Nach der knappen 0:1-Niederlage in Würzburg stehen die Chancen auf den Aufstieg in die 3. Liga vor dem Rückspiel am Montag vor einem historischen Scheitern. Bereits zum dritten Mal in den Aufstiegsspielen droht dem Traditionsverein das bittere Aus.

Offensive-misere prägt das hinspiel

Die Ursache für die angespannte Lage liegt vor allem in der offensiven Schwäche. Gegen die Würzburger Kickers fand Lok Leipzig kaum Lösungen im Angriff, was Trainer Jochen Seitz offen zur Sprache bringt. Das Fehlen wichtiger Spieler wie Stefan Maderer und Jonas Arcalean, sowie der kurzfristige Ausfall von Malik McLemore, schlug deutlich zu Buche.

Trotz einer ordentlichen ersten Halbzeit, in der Eren Öztürk eine gute Chance vergeben hatte, blieb die Leipziger Offensive blass. Die Würzburger Abwehr stand sicher, und die Angreifer konnten sich kaum in Szene setzen. „Wir müssen mehr Zweikämpfe im letzten Drittel gewinnen, mehr vor das Tor kommen, mehr flanken, torgefährlicher werden“, forderte Seitz nach der Partie.

Psychologischer druck liegt bei den kickers

Psychologischer druck liegt bei den kickers

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. Der Rückstand ist lediglich ein Tor, und Lok Leipzig kann auf seine starke Auswärtsbilanz verweisen. „Wir sind in der Liga die stärkste Auswärtsmannschaft, haben in Halle und Erfurt gewonnen. Warum sollen wir nicht auch in Würzburg gewinnen?“, betonte Sportchef Toni Wachsmuth.

Zudem liegt der psychologische Druck nun bei den Kickers, die nun etwas zu verlieren haben. Tarsis Bonga, der im Hinspiel mit einem Assist glänzte, versprach, im Rückspiel noch mehr Feuer zu zeigen. „Ich kann auch zwei Tore machen“, kündigte der Angreifer an.

Die Fans von Lok Leipzig haben ihrem Team nach der Niederlage Mut zugesprochen, und die Spieler wollen sich revanchieren. Ob es für den erhofften Aufstieg reicht, wird sich am Montag zeigen. Doch eines ist klar: Lok Leipzig wird alles versuchen, um den Traum von der 3. Liga am Leben zu erhalten. Die Entscheidung fällt in Würzburg – ein Duell auf Messers Schneide.