Wormatia worms trennt sich: trainerentlassung schockt die fans

Schock in Worms: Der Traditionsverein VfR Wormatia 08 hat am Donnerstagabend überraschend die Zusammenarbeit mit Trainer Anouar Ddaou und sportlichem Leiter Aydin Ay beendet. Nach einem schwachen Saisonverlauf und verpassten Chancen auf den Aufstieg steht der Verein nun vor einer ungewissen Zukunft.

Ein fehlstart nach vielversprechendem beginn

Die Entscheidung der Vereinsführung kommt nicht überraschend, wenn man sich die sportliche Entwicklung der letzten Monate ansieht. Nach einem starken ersten Saisondrittel, in dem Wormatia lediglich einen Punkt Rückstand auf die Tabellenführung hatte, folgte ein jäher Absturz. Seit dem Ausscheiden im Landespokal im Oktober konnten die Wormaten lediglich einen Sieg feiern und lediglich acht Punkte in 15 Spielen einfahren.

Die Gründe für die Trennung liegen klar auf der Hand: Die ausgebliebenen positiven Ergebnisse in Verbindung mit der aktuellen Tabellenposition – Platz acht in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – machten eine Veränderung unumgänglich. „Sowohl auf Position des Trainers als auch auf der des Sportlichen Leiters ist der VfR Wormatia um Kontinuität bemüht, muss dabei aber auch die sportlichen Realitäten berücksichtigen“, so der Verein in einer offiziellen Erklärung. Der Vorstand dankte Ddaou und Ay für ihren bisherigen Einsatz, räumte aber ein, dass die monatelang fehlenden Erfolge einer weiteren Zusammenarbeit im Weg stehen.

Weisenborn übernimmt interimsweise, köksal sichert die sportliche leitung

Weisenborn übernimmt interimsweise, köksal sichert die sportliche leitung

Björn Weisenborn, bisheriger Co-Trainer, wird interimsweise die Verantwortung für die Mannschaft übernehmen und die Wormaten bis zum Saisonende betreuen. Fatih Köksal wird weiterhin die laufenden Gespräche und Aufgaben der sportlichen Leitung im Rahmen der Kaderplanung übernehmen. Am Samstag steht für Wormatia ein wichtiges Heimspiel gegen Arminia Ludwigshafen an – ein Test für das Team unter neuer, wenn auch interimsweiser, Leitung.

Die Trennung von Ddaou und Ay markiert einen weiteren Tiefpunkt in der jüngeren Vereinsgeschichte von Wormatia. Der Verein, der 1974/75 als Gründungsmitglied der 2. Bundesliga hervortrat, pendelt seit seinem Abstieg 1982 hauptsächlich zwischen Regional- und Oberliganiveau. Ob die aktuelle Maßnahme den Turnaround herbeiführen kann, bleibt abzuwarten. Die Fans hoffen, dass die Verantwortlichen schnell einen geeigneten Nachfolger finden, der die Wormaten wieder auf Erfolgskurs bringt.

Die Römerstadt am Rhein steht nun vor der Herausforderung, die Mannschaft zu stabilisieren und neue Impulse zu setzen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die interimsweise Lösung mit Weisenborn ausreicht, um die Saisonziele zu erreichen oder ob eine langfristige Lösung gefunden werden muss.