Wolfsburgs suche: odebrecht schlägt leipzig – wer räumt kellermanns nachfolge ein?
Der VfL Wolfsburg steht vor einer Zäsur im Frauenfußball. Mit dem Abgang von Ralf Kellermann, der in Richtung Borussia Dortmund wechselt, hinterlässt der Verein eine große Lücke. Die Suche nach einem würdigen Nachfolger gestaltet sich schwieriger als erwartet – und der erste vermeintliche Wunschkandidat hat bereits abgesagt.

Odebrecht wählt leipzig vor wolfsburg
Viola Odebrecht, derzeit Sportliche Leiterin bei RB Leipzig, war eine der Wunschlösungen für die frei werdende Position beim VfL. Die 43-Jährige, die bereits in der Vergangenheit als Nachwuchskoordinatorin bei den Wölfinnen tätig war, soll dem Verein aktiv angeboten worden sein. Doch wie nun der kicker unter Berufung auf Bild berichtet, hat Odebrecht ein Angebot aus Wolfsburg abgelehnt und ihren Verbleib in Leipzig bestätigt. Ein Rückschlag für den VfL, der sich dringend um eine schnelle Lösung bemühen muss.
Die Entscheidung von Odebrecht ist umso verständlicher, wenn man bedenkt, dass sie in Leipzig derzeit eine ruhige Phase erlebt. Nach dem Erreichen des Klassenerhalts kann sie den Kader für die neue Saison in Ruhe planen und hat bereits vielversprechende Talente wie Aude Waldbillig und Alieke Tuin unter Vertrag genommen. Auch die Ernennung von Tatjana Haenni zur CEO des Vereins dürfte eine Rolle bei ihrer Entscheidung gespielt haben, wie sie kürzlich im kicker betonte: „Es ist natürlich umso schöner, eine Chefin zu bekommen, die man schon kennt.“
Doch die Suche ist noch lange nicht beendet. Neben Odebrecht galt auch Osman Cankaya, der Sportliche Leiter des 1. FC Nürnberg, als möglicher Kandidat. Über seine Personalie scheint es jedoch ebenfalls keine Einigkeit zu geben. Während beim Gesamt-VfL die Situation durch die angespannte Lage der Männer-Mannschaft erschwert wird, kann sich Odebrecht in Leipzig voll und ganz auf die sportlichen Belange konzentrieren. Die Frage ist, wer nun den Job übernehmen wird und ob der VfL seine ambitionierten Ziele im Frauenfußball erreichen kann.
Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen in Wolfsburg nun einen komplett neuen Weg gehen oder auf erfahrene Kräfte setzen. Fest steht, dass der Abgang von Kellermann eine große Veränderung mit sich bringt und die Zukunft des Frauenfußballs beim VfL ungewiss ist.
