Wolfsburg rutscht dem abgrund entgegen: frankfurt siegt und lässt die wölfe zittern

Der VfL Wolfsburg ist nur noch einen Sieg vom Abstieg entfernt. Gegen Eintracht Frankfurt reichte auch eine aufbäumende zweite Halbzeit nicht, um die 12. Partie in Folge ohne Dreier zu verhindern. Die 1:2-Heimpleite lässt die Leuchtreklame der Bundesliga-Gründungsmitglieder erneut flackern – und die Fans fragen sich, ob sie nächste Saison im Autostadt-Stadion Zweitliga-Kick gucken.

Frühstart der adler, spätes aufwachen der wölfe

Oscar Höjlund nutzte eine erste Lücke, Kalimuendo erhöhte nach einem Freistoß-Gag von Chaibi. Die Wolfsburger Abwehr stand wie versteinert, Hecking schüttelte auf der Bank nur den Kopf. Erst nach dem Seitenwechsel kam Lovro Majer und mit ihm Tempo – Latte, Großchance, Druck. Doch Zetterer im Frankfurter Tor war jetzt wach, und Christian Eriksen traf nur noch die Außennetztasche.

Der Anschlusstreffer von Džanan Pejčinović in der siebten Minute der Nachspielzeit war Symbol und Schlagzeile zugleich: zu spät, zu zaghaft, zu wenig. Die Wölfe stellen damit den Negativrekord von 1998 ein – und haben nur noch fünf Spielzeiten, um das Schicksal abzuwenden.

Frankfurt wieder in europa-sichtweite

Frankfurt wieder in europa-sichtweite

Für die Hessen bedeutet der Dreier 42 Zähler und die Chance, am Samstag gegen RB Leipzig den Anschluss an die Conference-League-Plätze zu perfektionieren. Coach Dino Toppmöller atmete tief durch: „Wir haben die Erfahrung aus Köln mitgenommen und diesmal die Punkte über die Runde gebracht.“

Wolfsburg? Muss nach Berlin, wo Union auf Beton steht. Die Rechnung ist gnadenlos: Nur bei einer Siegesserie und gleichzeitiger Patzer von St. Pauli und Köln bleibt das Oberhaus. Die Realität sieht anders aus – und die zweite Liga schon jetzt ein wenig grüner.